Arnold-Bode-Preis 2012 geht an Thomas Bayrle

Thomas Bayrle; © Foto: Nils Klinger Thomas Bayrle

Der Arnold-Bode-Preis 2012 wurde am 14. September in der documenta Halle an den Künstler Thomas Bayrle verliehen. Laudatorin war die künstlerische Leiterin der dOCUMENTA (13), Carolyn Christov-Bakargiev

Der Preis, der nach dem Vater der documenta, Arnold Bode, benannt wurde, ist mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre sowie zusätzlich in documenta-Jahren an bedeutende Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart vergeben.

Thomas Bayrle wurde 1937 in Berlin geboren, lebt seit langem in Frankfurt am Main und hat dort bis 2002 an der Städelschule gelehrt. Mit einer schon räumlich überwältigenden Installation aus zwei großformatigen Wandbildern - „Carmageddon“ und „Flugzeug“ - sowie einer Anzahl rotierender Flugzeug- und Automotoren hat Thomas Bayrle im Rahmen der d (13) in der documenta-Halle einen Aufsehen erregenden Akzent gesetzt.

Es ist zugleich ein künstlerischer Höhepunkt seiner erfindungsreichen, immer wieder überraschenden und erhellenden Beschäftigung mit dem Strukturprinzip der permanenten Wiederholung des Gleichen als emblematischen Charakterzug unserer Massengesellschaft, ob es nun den Verkehr, den Konsum oder die Medien betrifft. Zu aller Verwunderung bezieht Thomas Bayrle diesmal auch noch Rosenkranzgesang als religiös-meditatives Ritual mit ein und unterläuft damit einmal mehr eine einengende, nur gesellschaftskritische Betrachtungsweise seiner Kunst.


Impressionen von der Preisverleihung

Fotos: Nils Klinger

Veröffentlicht am:   18. 09. 2012  


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