Ehrennadel an Herrn Bernd Mart

11. August 2009
Karl-Branner-Halle

Es gilt das gesprochene Wort  

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Gäste,  

ich darf Sie im Namen der Stadt, des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung   in der Karl-Branner-Halle unseres Rathauses herzlich willkommen heißen. Ich freue mich, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind.  

Sehr geehrter Herr Mart, 
Sie stehen heute im Mittelpunkt unserer kleinen Feierstunde, mit der Ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Wirken bei der TSG Wilhelmshöhe 1883,   Ihr Engagement für den KSV sowie Ihre Verdienste um den Handballsport gewürdigt werden soll. Ihre Freunde und Weggefährten begrüße ich ebenso herzlich, insbesondere Frau Braun-Lüdicke und Herrm Schiffner von der MT Melsungen sowie Herr Rose und Herr Brück vom KSV Hessen Kassel.  

Die Ehrennadel der Stadt Kassel, die ich gleich die Freude und Ehre habe an Sie zu überreichen, wird als Dank und zur Anerkennung an verdiente Einwohnerinnen und Einwohner aus allen Gruppen der Bevölkerung verliehen, die sich in besonderer Weise im Ehrenamt hervorgetan haben.

Ihr sportliches Engagement ist eng mit zwei Kasseler Traditionsvereinen verbunden. Begonnen hat es 1954, als Sie in die Turnabteilung der TSG Wilhelmshöhe eintraten. Sie gehören somit dem Verein, der im vergangenen Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feierte, seit nunmehr 55 Jahren an. Eine beeindruckend lange Zeit!

Zwei Jahre nach Ihrem Beitritt wechselten Sie in die Jugend-Handballabteilung. Damit hatten Sie für sich die Sportart entdeckt, die Sie als Aktiver mit großem Erfolg noch lange ausüben sollten. Zwei Jahrzehnte, von 1962 bis 1982, gehörten Sie der 1. Herrenmannschaft an.  

Doch Sie beließen es nicht dabei, lediglich auf dem Spielfeld Erfolge für die TSG einzufahren. Ihr Engagement galt nicht nur dem Sport an sich.  

Ihnen ging es wie vielen anderen, die als Kinder und Jugendliche zunächst die für sie passende Sportart und die sportliche Herausforderung suchen, und mit den Jahren langsam in andere Aufgabengebiete innerhalb des Vereins hineinwachsen, und schließlich Führungsverantwortung übernehmen.

So wurden Sie 1970 Leiter der Handballabteilung, 1974 2. Vorsitzender des Gesamtvereins, und bekleideten von 1982 bis 1992 und dann nochmals von 1994 bis 1997 das Amt des Vorstandssprechers der TSG. 1997 wechselten Sie in den Beirat der TSG, dem Sie bis heute angehören.  

Sehr geehrter Herr Mart, 
wir kennen Sie alle als Wilhelmshöher mit Leib und Seele. Mit der gleichen Leidenschaft haben Sie in Ihrem Heimatverein ein Vierteljahrhundert Handball gespielt und danach im Vorstand und Beirat mitgearbeitet. Sie sind ein Urgestein des Wilhelmshöher Sports.  

Dass sich die TSG mit ihren rund 1200 Mitgliedern in den jetzt 126 Jahren ihres Bestehens so gut entwickelt hat und im Stadtteil so hervorragend verankert ist, verdanken wir engagierten Menschen wie Ihnen, die sich über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg als Sportlerinnen und Sportler, als Trainer, Betreuer oder in Vorstandsfunktionen mit Tatkraft und Idealismus in den Dienst des Vereins und seiner sportlichen Arbeit gestellt haben.

Dafür sage ich Ihnen im Namen der Stadt herzlichen Dank.  

Das handballerische Können und die Liebe zu diesem schnellen und dynamischen Sport beschränkte sich allerdings nicht nur auf die aktive Zeit bei der TSG.  

Beim ersten Handball-Länderspiel, das in Kassel überhaupt stattfand, konnten Sie Anfang Januar in der Rothenbachhalle gegen Griechenland Ihre Erfahrung gewinnbringend als Medien- und Pressebetreuer des Deutschen Handball-Bundes einsetzen. Und anlässlich der Handball-Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland waren Sie für die VIP-Betreuung und für die Organisation von Public Viewing in den Städten Berlin, Kiel, Hamburg und Bremen zuständig.  

Hierfür nutzten Sie übrigens die Ligaspiel-Pause der Löwen. Und damit komme ich zu Ihrem Engagement für den Traditionsverein KSV Hessen Kassel. Der Name steht für eine große sportliche Tradition in unserer Stadt.  

Die Fußballer des KSV haben Sportgeschichte geschrieben – und sie werden es auch in Zukunft tun, dessen bin ich mir sicher. Wir haben uns sehr gefreut, dass der "neue" KSV" zu einer richtigen Erfolgsstory geworden ist, der die Fans aus der Region begeistert.  

Der Weg des 1998 neu gegründeten KSV Hessen Kassel konnte aber nur deshalb von Erfolg gekrönt sein, weil sich Persönlichkeiten fanden, die mit Ausdauer, Erfahrung und Energie diese gute Entwicklung vorangetrieben haben. Und zum Kreis derer gehören auch Sie, sehr geehrter Herr Mart.  

Als Ihr Freund und Mithandballer Jens Rose Sie mitten in der Aufbauphase des KSV gebeten hatte, die kaufmännische Leitung zu übernehmen, sagten Sie sofort zu. Vom 1. Juli 2004 bis 30. Juni 2007 übten Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe ehrenamtlich aus und standen dem KSV auch danach beratend zur Seite. Als kaufmännischer Leiter haben Sie im Team des KSV in einer entscheidenden Phase dazu beigetragen, dass das Fundament für hochklassigen Fußball gelegt werden konnte.  

Nach dem Aufstieg in die Regionalliga haben Sie die Weichen gestellt, dass die jeweiligen Lizenzen ohne finanziellen Auflagen erteilt wurden. In die Zeit Ihrer Tätigkeit beim KSV fallen auch die Bemühungen einer engeren Kooperation mit der Handballern der MT Melsungen  

Besonderen Wert haben Sie auf einen fairen Umgang mit allen Freunden und Förderern der Löwen gelegt. Dies wird nachdrücklich von denen bestätigt, die in dieser Zeit mit Ihnen zusammengearbeitet haben. Das Arbeitsverhältnis mit Ihnen sei stets von Zuverlässigkeit, Seriosität und menschlichem Verständnis geprägt gewesen.  

Ob beim KSV, beim Deutschen Handball-Bund oder der TSG Wilhelmshöhe: Sie haben Ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten immer außerordentlich verantwortungsbewusst wahrgenommen, ohne Eitelkeit im Stillen gewirkt und das Netzwerk, das Sie in Ihrem Leben für den Sport geknüpft haben, zum Wohle der Gemeinschaft eingesetzt.  

Es ist diese vorbildliche Haltung, die unsere demokratische Gesellschaft gedeihen lässt. Es ist dieses außergewöhnliche Engagement, das den Ruf unserer Sportstadt ständig mehrt und sie so lebendig macht. 

Sie sind ein Vorbild, ein verlässlicher Partner, einer, mit dem man gerne Erfahrungen austauscht und auf dessen Rat und Unterstützung man bauen kann. Sie haben die heutige Auszeichnung wirklich verdient. Deshalb freue ich mich, Ihnen die Ehrennadel der Stadt Kassel überreichen zu dürfen.  

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung!


Veröffentlicht am:   14. 08. 2009  


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