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Erika Oppelt; © Anne Jelloneck-Steinhoff Erika Oppelt

Die Person des Monats

Erika Oppelt, nordhessische Künstlerin, zeigt während des Wintersemesters 2018/19 ausgewählte Arbeiten im Konzertsaal der Musikakademie.


Liebe Frau Oppelt, in Ihrem beruflichen und privaten Leben haben Farben und Klänge eine besondere Bedeutung. Welche?

In der Kunstgeschichte gibt es bereits die Tradition, Klänge in Farbe umzusetzen: zum Beispiel Frank Kupka, Wassily Kandinsky und Francis Picabia, dessen Werke mich sehr begeistern. Ich bin ein Mensch, der die Musik liebt und sie als Impuls für meine Malerei genießt. Musik spielte in meinem Leben immer eine zentrale Rolle. Als Schülerin sammelte ich musikalische Erfahrungen mit der Blockflöte, der Querflöte und dem Klavier. Im Studium verlagerte sich mein Interesse Richtung Tanz und Choreografie. Durch die Malerei sehe ich die Möglichkeit, all diese musikalischen Erfahrungen und künstlerischen Disziplinen miteinander in Kontakt zu bringen. An diesen Schnittstellen findet meine Kunst ihren Ausdruck.


Einige Exponate der Ausstellung sind durch die Begegnung und Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Band erika51 und ihrem Kasseler Schlagzeuger Steffen Moddrow enstanden. Wie kam es dazu?

Durch die Freundschaft mit Steffen Moddrow war ich bei der Gründung der Band erika51 2016 dabei. Ich begleitete sie eine Zeit lang bei Studioarbeiten, Proben und Konzerten, sammelte Eindrücke, Stimmungen und Bildmaterial in Form von Zeichnungen, Fotos und Videos, die ich in meinen malerischen Werken verarbeitete. Ich fühlte mich auch als Teil dieser Band, gestaltete das Cover der Debüt-CD und beteiligte mich an einer visuellen Konzeption zu einem Konzert in der Stuttgarter Galerie ABTART 2017.

Rockmusik fasziniert mich schon mein ganzes Leben. Mich beeindruckt die Energie während der Performances, die Instrumente und auch unauffälliger erscheinende Utensilien wie Kabel und Effektgeräte, die gerade für den Ausdruck dieser Musik unverzichtbar sind.


Hat der intensive Austausch mit der Rockmusik Ihre Kunst verändert?

Nein, meine Kunst hat sich dadurch nicht verändert.


Worin besteht für Sie die Besonderheit einer Kunstausstellung an einem Ort, an dem normalerweise musiziert wird?

Die Besonderheit besteht für mich darin, dass die Malerei in einem aktiv musikalischen Feld gezeigt wird. Hier werden musikalische Themen meiner Kunst und Live-Performances zusammengeführt.
 


Vielen Dank für das Gespräch - wir drücken Ihnen die Daumen und freuen uns auf die Reaktionen der Studierenden, der Dozentinnen und Dozenten sowie unseres Publikums auf Ihre Ausstellung!

Veröffentlicht am:   21. 08. 2018  


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