Stadtreiniger auf Winter gut vorbereitet

Winter auf dem Friedrichsplatz; © Stadt Kassel; Foto: Carina Wagener

Gut vorbereitet auf Schnee und Eis sind bereits die Stadtreiniger. Bei Wintereinbruch rückt das Team vom Fahrbahnwinterdienst mit bis zu dreizehn Räumfahrzeugen aus. Die Mitarbeiter räumen und streuen die Strecken des öffentlichen Nahverkehrs sowie die verkehrswichtigen und gefährlichen Streckenabschnitte im Stadtgebiet Kassel. Die Streckenlänge beträgt 460 Kilometer. Sind die Arbeiten in den verkehrswichtigen und gefährlichen Streckenabschnitten abgeschlossen und die winterlichen Straßenverhältnisse dauern an, kann der Winterdienst auch in den Wohnsammelstraßen und Wohngebieten räumen. Das Lager auf dem Betriebsgelände in Bettenhausen ist mit 1.200 Tonnen Salz gefüllt und in einem externen Lager stehen zusätzlich 500 Tonnen Salz zur Verfügung. Die drei Soletanks sind mit 84.000 Liter Sole gefüllt.

Parallel zum Fahrbahnwinterdienst sorgen sieben Teams mit 14 Mitarbeitern, ausgerüstet mit Schneeschiebern und Streugeräten, für mehr Sicherheit beim Ein- und Ausstieg der Fahrgäste an 103 Straßenbahnhaltestellen. Ist für die gesamte Nacht Schneefall angekündigt, starten die Teams bereits um 2.00 Uhr mit dem Winterdienst. Unterstützung bekommen die Mitarbeiter von den 31 Kleintraktorfahrern, die an größeren Haltestellen die Flächenräumung übernehmen.

Darüber hinaus sorgen die Kleintraktorenfahrer für den Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen vor städtischen Grundstücken und räumen fünf Radfahrstrecken. Die Radwege, die auf der Fahrbahn verlaufen, bedient der Fahrbahnwinterdienst.

44 Mitarbeiter räumen an Ampelübergängen, Zebrastreifen, verkehrswichtigen Überwegen und Tunneleingängen den Schnee in Handarbeit und streuen Splitt. Das Splittlager in Bettenhausen, welches über ein Fassungsvermögen von rund 70 Tonnen verfügt, wird durch sechs dezentrale Silos im Stadtgebiet ergänzt. Die Teams der Stadtreiniger rücken bei Winterwetter im Schichtdienst aus: Regulär sind die Mitarbeiter von 4 bis 21 Uhr und im Notfall rund um die Uhr im Einsatz.

Hausbesitzer müssen Schnee räumen

Schneeschieber, Besen und abstumpfende Streumittel sollten jetzt auf jedem Grundstück bereitstehen. "Denn von einem verlässlich durchgeführten Winterdienst auf Gehwegen profitieren alle Mitbürger und Mitbürgerinnen. Bei glatten Gehwegen können Passanten leicht stürzen, was nicht selten mit Knochenbrüchen einhergeht", erläutert Ordnungsdezernent Dirk Stochla. Verantwortlich für das Schneeräumen ist der Grundstückseigentümer.

Bei Wintereinbruch gilt es, die Gehwege an Werktagen von 7 bis 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 20 Uhr abzukehren oder freizuschieben. Bei anschließender Schnee- oder Eisglätte ist nochmal abzustreuen. Damit die Feuerwehr und der Rettungsdienst die Gebäude bei einem Notfall schnell erreichen können, sollten die Zufahrten und Wege von der Straße zu den Hauseingängen immer von Schnee und Eis geräumt sein. Dies gilt insbesondere für ausgeschilderte Feuerwehrzufahrten.

Auch der Zugang zu einer Haltestelle oder einem Fußgängerüberweg ist vom Grundstückseigentümer, soweit der Anlieger ist, in angemessener Breite freizuhalten. Mit der Schneebeseitigung kann der Grundstückseigentümer auch eine Firma beauftragen. Zahlreiche regionale Firmen, sowie die Stadtreiniger, bieten Winterdienstleistungen an. Sinnvoll ist es, die gültige Winterdienstsatzung als Vertragsbestandteil einzubeziehen. Erfüllt ein Grundstückseigentümer seine Winterdienstpflicht nicht, so liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Stadt sperrt im Winter Treppen

Mit dem Einzug des Winters beginnt die Stadt Kassel auch dieses Jahr wieder einige Treppen im Stadtgebiet aus Sicherheitsgründen zu sperren. Mit der Schließung kann die Stadt nicht nur einen Großteil Streusalz einsparen, sondern gleichzeitig die Bausubstanz vor den schädigen Substanzen schützen und somit einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Zunächst werden ab heute, 20. November, nachfolgend aufgeführte Treppen vom städtischen Bauhof gesperrt. Als Neuerung werden dieses Jahr zunächst nur die Treppen gesperrt, bei denen der damit verbundene Umweg maximal 100 Meter beträgt:

Eckenstückerweg / Ecke Wolfhager Straße, Kapellenweg bis Brunnenstraße Marställer Platz / Ecke Wildemannsgasse, Frankfurter Straße 285, neben der Dennhäuser Straße, Fußgängerunterführung Wiener Straße / Ecke Holländische Straße, An der Karlsaue / Ecke Frankfurter Straße, Fußgängerunterführung Platz der Deutschen Einheit: Treppe Ausgang Messeplatz und Treppe Seite B 83 und Treppe von der Breitscheidstraße zur Kölnischen Straße

In einem zweiten Schritt erfolgen dann spätestens ab Weihnachten voraussichtlich noch acht weitere Sperrungen der Treppen mit Umwegstrecken von maximal 200 Meter:

Berliner Brücke - Habichtswalder Straße

Treppe westlich der Sporthalle Luisenstraße / Ecke Westendstraße Treppe am Murhardpark zur Grimmwelt Treppenanlage Bahnhof Oberzwehren Ochsenallee, neben Hausnummer 5 Pfannkuchstraße bis Tischbeinstraße Opferberg an der Kirche Siemensstraße - Wolfhager Straße

Veröffentlicht am:   21. 11. 2018  


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