75 Jahre Wiederaufbau: Die Kasseler Altstadt weiterdenken

Karte; © Stadt Kassel

75 Jahre ist es her, dass das "alte" Kassel und mit ihm das über 1000-jährige Stadtbild bei einem verheerenden Bombenangriff und dem anschließenden Feuersturm untergingen. 10.000 Menschen, darunter auch viele Zwangsarbeiter,  kamen in der Nacht des 22. Oktober 1943 in nur wenigen Stunden ums Leben. Die Altstadt, also das Gebiet zwischen Fridericianum und Kurt-Wolters-Straße, mit dem Entenanger und dem Pferdemarkt wurde dabei beinahe vollständig zerstört.

Der 1951 begonnene Wiederaufbau war geprägt von Pragmatismus und Aufbruchsstimmung, aber auch von der Mangelwirtschaft der damaligen Zeit. Man ließ sich dabei - ganz  im Zeitgeist dieser Jahre und vielleicht sogar noch stärker als anderenorts - leiten vom Ideal der Moderne.

Wo steht die Kasseler Altstadt heute, sieben Jahrzehnte nach dem begonnenen Wiederaufbau? Wie zukunftsfähig ist dieses Stadtquartier? Wie gehen wir mit dem Städtebau und der Gebäudesubstanz der 1950er- und 60er-Jahre um? Was sollte verbessert werden und wie können die Qualitäten des Bestandes geschützt werden? Wie sollen die Quartiere ausgestattet und beschaffen sein, um den großen aktuellen Herausforderungen zu entsprechen? Der demografische Wandel, die Klimaanpassung und das Wohn-und Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung verlangen nach neuen Lösungen. Wie kann die Bedeutung dieses Stadtgründungsgebiets, als historischer Kern der Stadt Kassel, künftig gewürdigt werden?

Stadtbaurat Christof Nolda lädt dazu ein, gemeinsam über diese Fragen nachzudenken und zu diskutieren. Der Bereich Entenanger und der Pferdemarkt mit Kurt-Schumacher-Straße werden dabei beispielhaft im Mittelpunkt stehen. Bestehende und neue Überlegungen zur Altstadt Kassels dürfen auf den Prüfstand gestellt werden. Sie sollen, falls erforderlich, konkret, dass heißt auch mit Zeichenstift und Papier gemeinsam neu formuliert werden.

Der Workshop ist als 'freier Denk-Raum' konzipiert, in dem unter anderem auch pragmatische Lösungen für kurz-, mittel- und langfristige Entwicklungsszenarien gefunden werden sollen.

Der Workshop findet statt am Samstag, 17. November, von 12 bis 17 Uhr im Stadtmuseum, Ständeplatz 16.

 Um 9. 30 Uhr beginnt ein geführten Stadtteilspaziergang mit der Arbeitsgruppe Transformation der Altstadt. Treffpunkt Zisselbrunnen am Altmarkt. (Dauer ca. 1,5 Stunden.)

  • ab 10 Uhr startet ein Vorprogramm: Infopool im Stadtmuseum, der einen Überblick über die bestehenden Arbeiten und Pläne zur Altstadt Kassel gibt.
  • 12 Uhr Beginn der Veranstaltung: Ankommen und Wahl des Thementisches
  • 12.30 Uhr "Bedeutungswandel Gestalten: Herausforderungen an die Innenentwicklung." Impulsreferat: Christof Nolda
  • 13 Uhr Thementische: Auswahl der Vertiefungsbereiche
  • 15 Uhr Kaffeepause
  • 16.30 Uhr Ergebnisse - Kommentare
  • 17 Uhr Schlusswort - Ausblick: Christof Nolda

Um eine formlose Anmeldung wird gebeten unter: Stadtplanung@kassel.de

Aus Kapazitätsgründen ist die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt.

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Veröffentlicht am:   07. 11. 2018  


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