Kasseler Seniorenbeirat feiert 40-jähriges Bestehen

Gruppenfoto im Rathaus; © Stadt Kassel; Foto Harry Soremski.
Feierten 40 Jahre Seniorenbeirat, von links:Geschäftsführer Uwe Wolk, der langjährige Vorsitzende Manfred Aul, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Sozialdezernent und Stadtkämmerer Christian Geselle sowie Festredner Hans Eichel.

Die Einrichtung eines Warmbadetages war die erste Forderung des Kasseler Seniorenbeirats. Vor 40 Jahren ging der damals neugegründete Beirat mit diesem Programm-Vorstoß an die Arbeit für die Interessen der älteren Bürgerinnen und Bürger. „Ob öffentlicher Nahverkehr, Altenhilfeplanung oder vieles andere mehr - der Seniorenbeirat ist sowohl für die Kommunalpolitik wie auch für die Verwaltung immer ein fachkundiger und geschätzter Gesprächspartner und Ratgeber, wenn es darum geht, die Belange älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Stadt in Entscheidungsprozesse, Planungen und Maßnahmen einzubringen“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen.

 

Goldene Ehrennadel für Manfred Aul

Die Festrede bei der Jubiläumsveranstaltung im Bürgersaal des Rathauses hielt der frühere Kasseler Oberbürgermeister, Hessische Ministerpräsident und Bundesfinanzminister Hans Eichel. Er rief die Entstehungsgeschichte des Gremiums in Erinnerung und hob dessen positive Wirksamkeit hervor. Mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Kassel für sein ehrenamtliches Wirken wurde Manfred Aul ausgezeichnet. Aul hat den Seniorenbeirat  zuletzt zehn Jahre lang als Vorsitzender verantwortlich geleitet  und dabei zahlreiche Aktivitäten entfaltete.

Der Seniorenbeirat ist Ansprechpartner für alle älteren Menschen in der Stadt Kassel. Er vertritt ihre Belange gegenüber dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung und in der Öffentlichkeit. Der Beirat wird auf fünf Jahre gewählt und arbeitet ehrenamtlich. In ihren Sprech- und Beratungsstunden informiert und vermittelt die Seniorenvertretung bei Fragen zu Veranstaltungen im Rahmen des Seniorenprogramms, bei Problemen des Alltags und des Alters und vieles mehr. Mit Sitz und Stimme sind die Interessen der Kasseler Seniorinnen und Senioren außerdem in der Bau- und Planungskommission und in der Kunst- und Kultur-Kommission vertreten. In der Stadtverordnetenversammlung berichtet der Seniorenbeirat über seine Tätigkeit, seit Oktober 2015 kann er außerdem Anträge und Anfragen an die kommunale Vertretungskörperschaft richten. In anstehende Bauvorhaben wird er regelmäßig einbezogen.

Zu den bekanntesten Aktivitäten des Seniorenbeirats gehören die alljährlich stattfindenden Weihnachtsbasare, die regelmäßig rund 10.000 Euro erlösen – Gelder, die anschließend Heimen und anderen Senioreneinrichtungen zugutekommen. Mitgewirkt hat der Seniorenbeirat unter anderem bei der Einführung der 60+-Seniorenfahrkarte und dem Fahrgastbeirat der KVG, dem „Generationenfreundlichen Einkaufen“ des Einzelhandelsverbandes, der Hitzeprävention „Sonnenschirm“ oder der Einrichtung des Generationenparcours in der Goetheanlage. Zu den Kooperationen zählen unter anderem der Informationsaustausch mit dem Seniorenbeirat Arnstadt. Öffentlich zu Wort meldet sich der Seniorenbeirat bei Themen wie der Diskussion um den Verbleib der Tram in der Königsstraße.

Große Kontinuität zeichnet die Arbeit in der Führungsspitze des Gremiums aus: In den vier Jahrzehnten seines Bestehens gab es vier Vorsitzende, nämlich Anna Peters, Irma Pöckler, Annemarie Hartwig und Manfred Aul, wobei Pöckler auch Gründungsmitglied der Landesseniorenvertretung und später deren stellvertretende Vorsitzende war. Letztere Funktion nimmt aktuell Helga Engelke wahr, die auch im Kasseler Seniorenbeirat stellvertretende Vorsitzende ist und auch dem Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen angehört.

 

Weitere Informationen über den Seniorenbeirat

Veröffentlicht am:   24. 03. 2016  


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