Engagement für das Welterbe: Oberbürgermeister Hilgen zeichnet Impulsgeber aus

Für herausragenden Einsatz um das kulturelle Erbe Kassels hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Welterbebeauftragten Professor Gerd Weiß sowie den Verein Bürger für das Welterbe e. V. ausgezeichnet. Professor Weiß erhielt die Goldene Ehrennadel der Stadt Kassel, der Verein um seinen Vorsitzenden Professor Hardy Fischer wurde mit der Stadtmedaille geehrt.

Der Welterbebeauftragte Professor Gerd Weiß mit der Goldenen Ehrennadel; © Stadt Kassel; Foto: Soremski

Goldene Ehrennadel an Professor Gerd Weiß

Für seine professionelle Arbeit hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen dem Beauftragten für das UNESCO-Welterbe in Hessen, Dr. Gerd Weiß, am 18. Dezember 2013 im Rathaus die Goldene Ehrennadel der Stadt verliehen. „Dr. Weiß hat als Impuls- und Ideengeber mit seinem profunden Fachwissen maßgeblich zur Erlangung des Weltkulturerbetitels für unseren Bergpark Wilhelmshöhe beigetragen – und damit bedeutenden Anteil an diesem historischen Erfolg“, würdigte Oberbürgermeister Hilgen.

Für die Stadt Kassel und das Land Hessen sei es ein Glücksfall gewesen, erklärte Hilgen weiter, dass ein so ausgewiesener Fachmann wie Dr. Gerd Weiß für die Welterbe-Bewerbung zur Verfügung gestanden habe. Er habe über Jahre sowie in enger Zusammenarbeit mit vielen Engagierten auch aus der Stadtgesellschaft den Prozess unterstützt und intensiv begleitet. Viele Rädchen haben in diesem Prozess ineinandergegriffen, um diese „Herkulesaufgabe“ zu meistern, sagte Hilgen. „Dr. Gerd Weiß war dabei stets - als fachlich und insbesondere menschlich herausragende Persönlichkeit - das Bindeglied.“ Mit diplomatischem Geschick, unglaublich viel Erfahrung und Wissen sowie dem notwendigen Fingerspitzengefühl habe er jede Schwierigkeit zu lösen gewusst.

Auf dem Weg zum Welterbe habe die Stadt in der erfolgreichen und vertrauensvollen interdisziplinären Kooperation aller Beteiligten die Voraussetzungen geschaffen, dass auch in Zukunft im Hinblick auf Städtebau, Denkmalpflege, Landschafts- und Verkehrsplanung die Wahrung der Qualität des Bergparks gesichert sei. Oberbürgermeister Hilgen: „Diese gemeinsame Verantwortung hat den Bewerbungsprozess getragen, sie wird auch in der künftigen Zusammenarbeit fortgesetzt werden.“

Dass Kassel 2013 einen neuen Tourismusrekord in einem Jahr außerhalb der documenta erwarte, erklärte der Oberbürgermeister, sei - neben dem Hessentag und den 1100-Jahr-Feierlichkeiten - vor allem auf das frisch gekürte Welterbe zurückzuführen. Die Medien haben bundesweit berichtet und Neugier und Interesse erzeugt bei den kulturbegeisterten Menschen aus dem In- und Ausland erzeugt. Seit Ende Juni habe sich die Zahl der Besucher der Wasserspiele verdreifacht.

Hilgen: „Kassel ist stolz, mit dem Bergpark Wilhelmshöhe und seiner monumentalen Inszenierung gebändigter Wasserkraft ein kulturelles Erbe von universellem Rang zu besitzen.“ Für seine erfolgreiche und sachkundige Arbeit sei die Stadt Dr. Gerd Weiß zu großem Dank verpflichtet. „Wir werden nicht vergessen, was Sie für Kassel geleistet haben“, sagte der Oberbürgermeister abschließend.

Oberbürgermeister Hilgen im Gespräch mit Ehrennadel-Träger Professor Weiß; © Stadt Kassel; Foto: Schachtschneider

Auszeichnung für den Verein Bürger für das Welterbe; © Stadt Kassel; Foto: Schachtschneider

Stadtmedaille an Verein „Bürger für das Welterbe“
Der Verein „Bürger für das Welterbe e.V.“ um seinen Vorsitzenden Professor Hardy Fischer ist am 19. Dezember 2013 im Rathaus von Oberbürgermeister Bertram Hilgen mit der Kasseler Stadtmedaille ausgezeichnet worden. In seiner Laudatio würdigte Hilgen das jahrelange, ehrenamtliche Engagement des Vereins um die Anerkennung des Titels UNESCO-Weltkulturerbe für den Bergpark Wilhelmshöhe mit seinen Wasserkünsten und den Herkules.

„Wenngleich der Verein „Bürger für das Welterbe“ nicht zur ältesten bürgerschaftlichen Vereinigungen Kassels gehört, so hat er dennoch – in den rund zwölf Jahren seines Bestehens – bereits Geschichtsträchtiges und vor allem Pionierhaftes geleistet“, erklärte der Oberbürgermeister im Rahmen einer Feierstunde. Die Verleihung des Welterbe-Titels im Juni dieses Jahres sei auch für die Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Vereins ein Stück weit Auszeichnung und Anerkennung. Nicht nur, weil das Anerkennungsverfahren selbst die Mitwirkung und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich einfordere. Sondern auch, weil von Seiten des Vereins ein ganz maßgebliches Stück der Arbeit und damit auch des Erfolgs zu verantworten sei, sagte Hilgen.

Die positive Meinungsbildung – in Form von Vorträgen, Exkursionen, Podiumsdiskussion, Informationsveranstaltungen, Jugendarbeit, Arbeitsgruppen und verschiedensten, auch regelmäßigen Publikationen - haben gerade in der Anfangsphase der Welterbe-Kandidatur Akzeptanz und Unterstützung in der Kasseler Bevölkerung hervorgerufen. Mit „Herzblut, Sachkunde und großer Einsatzbereitschaft“ haben sich die Mitglieder des Vereins „Bürger für das Welterbe“ engagiert, lobte Oberbürgermeister Hilgen.

Letztendlich sei es dem hervorragenden Zusammenspiel der verschiedenen Akteure - Land, Landesamt, Museumslandschaft Hessen Kassel , Stadt Kassel und maßgeblich auch dem Verein „Bürger für das Welterbe“ – zu verdanken, dass der Kasseler Bergpark heute mit Stolz den Weltkulturerbetitel trage, erklärte Hilgen abschließend.

Hintergrund:
Mit der Kasseler Stadtmedaille, die üblicherweise an Einzel-Persönlichkeiten für hervorragende Verdienste um die Stadt Kassel verliehen wird, ist erstmals ein Verein ausgezeichnet worden.

Die Geehrten im Bild; © Stadt Kassel; Foto: Schachtschneider
Professor Hardy Fischer (links) und Professor Gerd Weiß sind für ihr großes Engagement geehrt worden.

Veröffentlicht am:   20. 12. 2013  


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