Renthof: Stadt Kassel verhandelt mit interessiertem Investor

Der Renthof in Kassel soll eine neue Nutzung erhalten. Die Stadt Kassel beabsichtigt daher, das historische Gebäude im Stadtzentrum neben der Brüderkirche zu verkaufen. Mehrere interessierte Investoren haben Angebote samt Nutzungskonzept eingereicht. Die Stadt Kassel favorisiert das Nutzungskonzept der Investorengemeinschaft Rainer Holzhauer und Well finance Kleinkauf GmbH Co. KG. Mit ihnen soll in den nächsten Wochen zunächst weiterverhandelt werden. Die endgültige Entscheidung über den Verkauf des Renthofes bleibt den städtischen Gremien vorbehalten.

Blick auf den Renthof, im Hintergrund die Brüderkirche; © Stadt Kassel; Foto: Kaiser

Stadt formuliert Bedingung

Die Stadt formuliert in dem Verfahren als Bedingung, dass der Investor den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes garantiert, eine angemessenen Nutzung realisiert sowie die Gewähr für die Qualität, wirtschaftliche Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit dieser Nutzung bietet. Wünschenswert wäre eine Kooperation mit dem benachbarten Veranstaltungsort und der Kultureinrichtung Brüderkirche.

Hintergrund:
Der Renthof steht unter Denkmalschutz und ist ein bedeutendes Baudenkmal für Kassel. Der viergeschossige Gebäudekomplex stammt aus dem 13. Jahrhundert. Er schließt direkt an die Brüderkirche an. Das Gebäude besteht aus drei Flügeln, die zusammen mit der Brüderkirche einen Innenhof, den früheren Kreuzgang der Brüderkirche, umschließen.

Der Bau geht auf ein gotisches Karmeliterkloster zurück. Westflügel und Südflügel entsprechen weitgehend dem baulichen Zustand von 1830, enthalten aber viel Substanz aus der Renaissancezeit. Das Treppenhaus zur Hof-Front ist die einzige in der Kasseler Innenstadt erhaltene Fachwerkarchitektur, es ist ein hervorragendes Zeugnis spätbarocker Schreinerkunst.

Der Zwischenbau zwischen Südflügel und Brüderkirche wurde 1964 errichtet. Nach der teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau befand sich in dem Haus ein Altenheim. Diese Nutzung wurde im Sommer 2013 aufgegeben.

Veröffentlicht am:   11. 04. 2014  


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