ORT.SCHAFFT.IDEEN: Projekte in Rothenditmold und Schillerviertel prämiert

; © Stadt Kassel
"Schwebende Atmosphäre": Weiße, transparente Stoffbahnen verwandeln den Engelhardtplatz in einen besonderen Raum.

 

Mit der Prämierung der realisierten Projekte hat jetzt auch im Kasseler Stadtteil Rothenditmold und im Schillerviertel der deutschlandweite Wettbewerb ORT.SCHAFFT.IDEEN. seinen Höhepunkt und vorläufigen Abschluss gefunden. Die Installationen und Aktionen an sieben verschiedenen Standorten sind noch bis mindestens Freitag zu sehen.

Platz 1 teilen sich zwei Umsetzungen, nämlich „Sky Stack“ (der Schornstein auf dem „Gewerbepark Clasen“) von Ulrich Grenz (asdfg Architekten, Hamburg) sowie „Mach dein Kreuz“ in der ehemaligen Werkstatt Rothenditmolder Straße 21 von Jan Bovelet und Miodrag Nerandzic (Berlin). Der Schornstein auf dem Gewerbepark Clasen wird durch das „Ausschneiden“ von Segmenten mit Hilfe spiegelnder Ringe entmaterialisiert und scheint zu schweben. Das Kreuz entsteht aus Pappkartons, die man anschließend im Schillerviertel platziert und ins Internet einstellt, um mit Nutzern in die Diskussion zu kommen.

Alle weiteren Beiträge bekamen den zweiten Platz

 
Bei der Prämierung hatten sich neun Fach- und Sachpreisrichter der Jury zuvor von der Qualität aller Beiträge überzeugen können. Deshalb wurden auch alle weiteren Teilnehmer-Projekte mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Dies sind: das Zentrum, Engelhardstraße, „Schwebende Atmosphäre“ von Rico Just, Chantal Remmert und Richard Roßner, Berlin; der Kiosk und der Laden, Naumburger Straße 20, „Die Bücherbutze“ von Silke Baum, Hannover; die Schillerstraße, „…und jetzt noch schneller“ von Kilian Blum, Matthias Gehring, Tanja Simonovic und Charlotte Tobey, Kassel; der Trichter, Grüner Weg, „verpflanz mich“ von Kilian Blum, Matthias Gehring, Tanja Simonovic und Charlotte Tobey, Kassel; und schließlich die Kreuzung, Erzberger-/Schillerstraße, „L(i)ebenswert“ von Steffen Gerhardt und Johanna Stubbs aus Kassel. Die Juryvorsitzende, die Architektin Inken Baller aus Berlin, lobte ausdrücklich, was in kurzer Zeit mit einem absolut limitierten Budget zustande gebracht worden sein: „Das war wirklich professionell.“

"Sky Stack": der Schornstein über dme Gewerbepark Claesen wird durch spiegelnde Ringe entmaterialisiert.; © Stadt Kassel "Sky Stack": der Schornstein über dme Gewerbepark Claesen wird durch spiegelnde Ringe entmaterialisiert.

In einer Werkstatt tischlern Männer und Frauen eigene Arbeiten; © Stadt Kassel "Mach dein Kreuz" - diese Aufforderung nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Werkstatt absolut wörtlich.

 
 
Die Projekte in Rothenditmold und im Schillerviertel waren im Juni aus deutschlandweit 23 Arbeiten ausgewählt worden. Innerhalb von nur acht Wochen bereitete das Team [an]docken dann die Umsetzung der Projekte vor, und im August ging es in die heiße Phase. Anlass für die Wettbewerbsteilnahme waren die trotz Zentrumsnähe weitgehend isolierten Lagen Rothenditmolds und des Schillerviertels. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der staatlichen Programme „Ab in die Mitte, die Innenstadtoffensive Hessen“ und „Soziale Stadt“.
 
„Ab in die Mitte“-Geschäftsführer Jens Imorde, stellte abschließend fest, dass „dieses Risikokapital extrem gut angelegt ist; das Projekt ist fantastisch gut umgesetzt worden.“ Stadtbaurat Christof Nolda lobte, es sei gelungen, viele Leute in das Projekt produktiv einzubinden und anzuregen, Außergewöhnliches für die Stadtteile zu tun. Er zollte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern großen Respekt.
 
Das Team „[an]docken sind Christiane Kornhaß, Dennis Lange, Pascal Merker und Andreas Schmidt.
Veröffentlicht am:   28. 08. 2012  

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