Zum Tode von Loriot - Nachruf der Stadt Kassel und der Stiftung Brückner-Kühner

Christine Brückner überreicht den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor an Loriot, 1985; © Stadt Kassel; Foto: Renate Lehning Loriot, Vicco von Bülow, empfängt den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 1985, als erster Preisträger überhaupt, noch aus den Händen von Christine Brückner, der Stifterin, die 1996 verstarb

Die Stadt Kassel trauert um Vicco von Bülow. „Wir müssen uns von einem der bedeutendsten deutschen Künstler verabschieden, mit dem sich unsere Stadt eng verbunden fühlt“, so Oberbürgermeister Bertram Hilgen. Im Jahr 1985 hatte Loriot als erster den „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ erhalten, der von der Stadt Kassel und der Stiftung Brückner-Kühner vergeben wird. Damit wurde insbesondere das unvergleichliche Sprachvermögen in Loriots humoristischen Gesamtkunstwerk gewürdigt. Diese Hochachtung wurde noch einmal bestätigt, als Vicco von Bülow in Kassel der „Jacob-Grimm-Preis deutsche Sprache“ des Jahres 2004 verliehen wurde.

 

Oberbürgermeister Hilgen und Dr. Friedrich W. Block, geschäftsführender Kurator der Stiftung Brückner-Kühner, erklärten weiter: „Loriots Kunst ist in jeder Hinsicht einzigartig: Wie niemand vor ihm hat er es vermocht, Menschen aller Generationen und jeglicher Vorbildung zu erreichen, den Anspruch an höchste Perfektion mit breiter Wirksamkeit zu verbinden und das Komische als Hochkultur zu vermitteln. Vor allem aber hat Loriot die Deutschen gelehrt, über sich selbst zu lachen. Wen sein Humor ergreift, der begreift das Allzumenschliche an sich selbst auf zutiefst humane Weise. Loriot bleibt aufgehoben in all den Menschen unserer Stadt und Gesellschaft, die ihn verehren und lieben.“

Veröffentlicht am:   25. 08. 2011  


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