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Stück der Berliner Mauer jetzt in Kassel Vorlesen

Auf den Tag genau 22 Jahre nach dem Mauerfall vom 9. November 1989 wird auf dem Berliner Platz im Vorderen Westen Kassels ein Stück deutsche Geschichte enthüllt. Ein 3,60 Meter hohes Betonsegment der Berliner Mauer - bemalt mit dem Motiv des berühmten "Mauerspringers" - erinnert dort ab sofort als Denkmal an die staatliche Teilung Deutschlands, steht aber auch gleichzeitig als Zeichen der Verbundenheit Kassels mit Berlin. Denn seit 1962 besteht eine Patenschaft Kassels mit dem damaligen Bezirk Berlin-Tiergarten, der heute zu Berlin-Mitte gehört.

Ermöglicht hat die rund 3.500 Euro teure Aktion der Kasseler Orthopäde Dr. Oliver Schmid, der sich zum Geburtstag Spenden für dieses spezielle Mauer-Stück wünschte. Unterstützung fand er zudem beim Lions-Club Kassel-Wilhelmshöhe sowie den Kasseler Unternehmen Walter Fenster & Türen und Rohde Straßen- und Tiefbau , die den Transport kostenfrei übernahmen. Stadträtin Brigitte Bergholter, Beauftragte für Städtepartnerschaften der Stadt Kassel, freute sich über diese Initiative: "Dieses Stück Berliner Mauer nach Kassel zu holen und damit dem Ereignis der Wiedervereinigung und unserer Patenschaft ein Symbol zu geben, finde ich bemerkenswert", bedankte sich die Stadträtin bei der Einweihung.

Gruppenbild mit Mauerteil; © Stadt Kassel
Von links: Brigitte Bergholter, Dr. Oliver Schmid, Gerd Walter, Silvia Schröder (Präsidentin des Lions-Club) und Ulrich Linß (Rohde Straßen- und Tiefbau)