Der Agenda-Prozess wurde in Kassel angestoßen durch einen NGO-Zusammenschluss im "Aktionsbündnis zukunftsfähiges Kassel". Ein einstimmiger Beschluss der Stadtverordnetenversammlung , eine Lokale Agenda 21 für Kassel zu erarbeiten, erfolgte am 14.7.1997.
Mit der Einrichtung der Koordinationsstelle LA 21 bei der Dezernentin für Stadtentwicklung, Bauen, Planen, Umwelt zum 1.3.1998 begannen die Agenda-Aktivitäten in Form einer Auftaktveranstaltung und eines 1. Bürgerforums im März bzw. April 1998. An diesen Veranstaltungen nahmen jeweils ca. 300 Menschen teil.
Aus diesen Veranstaltungen entstand ein Strukturvorschlag für die Bildung von Arbeitsgruppen , der bis heute im wesentlichen Bestand hat. An den nachfolgend genannten Arbeitsgruppen beteiligen sich stabil ca. 80 Bürgerinnen und Bürger. Die Arbeitsgruppen sind die Hauptträger des Agenda-Prozesses in Kassel. Der gegenseitige Austausch und die Abstimmung untereinander erfolgt über einen Koordinationskreis der AG-Sprecherinnen und -Sprecher, vier Verwaltungsmitarbeiter/innen, den zuständigen Dezernenten sowie der Koordinationsstelle. Die Einrichtung eines Agenda-Beirates , zusammengesetzt aus wichtigen gesellschaftlichen Meinungsbildnern, erfolgte am 29.09.1999. Die weiterhin vorgesehenen Bürgerforen dienen dem Austausch der Arbeitsgruppen untereinander und der - möglichst dialogischen - Information einer breiteren Öffentlichkeit. Das vierte Bürgerforum fand am 14. Mai 2000 statt. Die externe Beratung und die Moderation von Meilenstein-Sitzungen leistet das Institut für Organisationskommunikation, Bensheim.
Das Agenda 21-Dokument wurde im November 2000 der Stadtverordnetenversammlung übergeben. An den Teildokumenten, bestehend aus Leitbild, Leitzielen, Maßnahmen und Projekten, beteiligen sich folgende Arbeitsgruppen: