Integriertes Stadtentwicklungskonzept Kasseler Osten

Karte Kasseler Osten; © Stadt Kassel

Die Stadtverordnetenversammlung hatte am 12. Dezember 2011 beschlossen, einen Masterplan für den Kasseler Osten aufzustellen. Dazu wurde in Zusammenarbeit mit den Planungsbüros ANP (Kassel) und empirica (Bonn) von Februar 2013 bis April 2014 ein breit angelegter Bürgerbeteiligungsprozess, begleitet von zwei Zukunftskonferenzen, durchgeführt. Das nun im Entwurf vorliegende integrierte Stadtentwicklungskonzept 'Kasseler Osten' wurde in enger Zusammenarbeit mit den Ortsbeiräten der vier Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld, Unterneustadt und Waldau erstellt. Nach einer detaillierten Bestandsanalyse wurden Ziele und Leitlinien für eine zukünftige Entwicklung des Kasseler Ostens ausgearbeitet, die in einem umfangreichen Maßnahmenkatalog münden. Dadurch erhält das über 300 Seiten starke Entwicklungskonzept eine konkrete handlungsorientierte Ausrichtung.

Gute Potentiale für die Zukunft

Stadt der kurzen Wege, Modellregion für die Vereinbarkeit von Arbeiten und Wohnen, Vorreiter bei Inklusion und Bildungsfragen, attraktiver Wohnort für Familien und junge Menschen – das und mehr könnte der Kasseler Osten werden. Die Voraussetzungen dafür sind bereits vorhanden - die Chancen sind gegeben, die Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld, Waldau und Unterneustadt zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Zusammengefasst werden die Voraussetzungen und Chancen im Integrierten Stadtentwicklungskonzept Kasseler Osten (ISEK). " Östlich der Fulda besteht in vielen Bereichen ein großes Potential, mit dem sich das Gebiet positiv vom übrigen Stadtgebiet abhebt", erklärt Stadtbaurat Christof Nolda.

Mehr als 70 Einzelmaßnahmen benannt

In dem Entwicklungskonzept sind mehr als 70 Einzelmaßnahmen aufgeführt. Sie sind unterteilt in die Handlungsfelder "Demographie und sozialräumliche Entwicklung", "Bildung und Kultur", "Wohnen- und Wohnungsmarkt", "Wirtschaft, Arbeit Handel", "Umwelt und Energie", "Mobilität und technische Infrastruktur" und "Städtebau".

Das Integrierte Entwicklungskonzept bildet die Grundlage für Förderanträge, die im Rahmen des europäischen Strukturfonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Städtebauförderprogramme des Bundes und der Länder gestellt werden. Denn die im Entwicklungskonzept zusammengetragenen Maßnahmen können in vielen Bereichen erst mit Hilfe von Fördermitteln und durch das Engagement der Bürger in den Stadtteilen umgesetzt werden. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept ist ausgerichtet auf den Zeitraum der nächsten 15 Jahre. Das Verwaltungshandeln wird sich künftig an den Zielen des Entwicklungskonzeptes orientieren und im Sinne einer "WerkStadt" die Entwicklung im Kasseler Osten flexibel auf sich ändernde Gegebenheiten anpassen. Das Entwicklungskonzept soll damit ein dynamisches Instrument sein, dessen Ziele und Maßnahmen im Verlauf überprüft und gegebenenfalls neu ausgerichtet werden können.

Der Entwurf des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) Kasseler Osten durchläuft nun bis zum Juli 2015 die städtischen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung. Mit dem abschließenden Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung erhält das Entwicklungskonzept den Status eines Umsetzungsauftrages an die Stadtverwaltung.

Download "Integriertes Stadtentwicklungskonzept":

Hinweis: Die oben aufgeführten Präsentationen (PDF-Dateien) bestehen zum größten Teil aus Kartenmaterial und konnten daher nicht barrierefrei erzeugt werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.


2. Zukunftskonferenz für den Kasseler Osten

Auf der 2. Zukunftskonferenz am 05.April 2014 wurden den Bürgerinnen und Bürgern die wesentliche Erkenntnisse und Zielsetzungen vorgestellt und aus über 70 gesammelten Projekten und Maßnahmenvorschlägen beispielhaft fünf Modellprojekte näher erläutert.

Downloads:


Kinder- und Jugendbeteiligung

Das Amt für Stadtplanung sowie das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Kassel hatten gemeinsam das Spielmobil Rote Rübe mit der Kinder- und Jugendbeteiligung zum Entwicklungskonzept beauftragt. Zentrale Fragen für die Beteiligung waren: Wie nutzen Kinder- und Jugendliche ihren Stadtteil und welche Verbesserungsideen haben sie? Im Vordergrund standen dabei die Grün-, Spielflächen und Treffpunkte, die Schul- und Verkehrswege, das Wohnumfeld mit seinen Läden und Infrastruktureinrichtungen sowie die Kinder- und Jugendangebote in den vier Stadtteilen. Von April bis Ende August 2013 fand eine umfangreiche Kinder- und Jugendbeteiligung statt. Am 07. November 2013 wurden in einer gemeinsamen Sitzung der Ortsbeiräte die Ergebnisse vorgestellt. ...mehr

Downloads der Ergebnisberichte zur Kinder- und Jugendbeteiligung:


Präsentation der Bestandsanalyse zum Entwicklungsplan Kasseler Osten

Informationen zu Nutzungsstrukturen, Wohn- und Siedlungsstruktur, Wohnungsmarkt, Einwohnerentwicklung, Altersstruktur, Zusammenleben und Integration, Wirtschaft, Umwelt, Sport und Grünflächen und die Darstellung der Stärken-, Schwächen- und Chancenanalyse finden Sie hier:


Präsentation zum Verkehrsentwicklungsplan (VEP)

Informationen zu Anlass und Aufgabenstellung des Verkehrsentwicklungsplanes und die Ergebnisse der Bestandanalyse der Verkehrssituation Kassel Ost finden Sie hier:


Dokumentation der Zukunftskonferenz Kasseler Osten vom 16. Februar 2013

Mehr über Hintergrund und Ziele der Zukunftskonferenz, die Ergebnisse der Stadtteilarbeitsgruppen und der Themenarbeitsgruppen Wohnen und Wohnumfeld, Stadtteilzentren und Nahversorgung, Zusammenleben, Bildung und Kultur, Wirtschaft, Umwelt und Freiflächen sowie Verkehr und einen Ausblick auf die weitere Arbeit am Entwicklungskonzept finden Sie hier:

Hinweis: Die oben aufgeführten Präsentationen (PDF-Dateien) bestehen zum größten Teil aus Kartenmaterial und konnten daher nicht barrierefrei erzeugt werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Bildleiste; © Stadt Kassel

Wussten Sie schon, dass…?

• Forstfeld ein beliebter, grüner Wohnstandort ist?

• Waldauer Grundschüler bei der Eingangsschuluntersuchung im Lesen überdurchschnittlich gut abschneiden?

• in der Unterneustadt überdurchschnittlich viele junge Menschen (zwischen 20 – 34 Jahre) leben?

• die Nahversorgung in Bettenhausen gemessen, an der Verkaufsfläche in m²/Einwohner doppelt so hoch ist wie im Durchschnitt der Stadt Kassel?

Potentiale im Kasseler Osten stärken und ausbauen

Der Kasseler Osten hat großes Potential: Er bietet günstige Wohnmöglichkeiten vor allem für Familien und eine überdurchschnittlich gute Versorgung mit Einkaufsmöglichkeiten, große Grünflächen für Sport und Freizeit sowie eine gute Verkehrsanbindung.

Und auch wirtschaftlich ist der Kasseler Osten ein Schwergewicht: Dort werden 30 Prozent der Kasseler Gewerbesteuereinnahmen erwirtschaftet - unter anderem von zahlreichen weltweit und zukunftsorientiert agierenden Unternehmen.

Die Potentiale des Kasseler Ostens stärken und ausbauen soll eine gemeinsames Entwicklungskonzept für die vier Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld, Unterneustadt und Waldau, das im Auftrag der Stadt Kassel bis Mitte 2014 erarbeitet wird. Ziel ist, so Stadtbaurat Christof Nolda, unter breiter Mitwirkung aller Beteiligten wesentliche Perspektiven für den Kasseler Osten in den kommenden 15 Jahren aufzuzeigen. Das Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz hat einen integrierten Planungsansatz für das „Entwicklungskonzept Kasseler Osten“ gewählt, das die für die Stadtentwicklung relevanten Handlungsfelder Wohnen, Umwelt, Wirtschaft, Verkehr, sozialräumliche Entwicklung, Bildung und Kultur umfasst.

 

Aktueller Verfahrensstand

Bildleiste; © Stadt Kassel

„Das Entwicklungskonzept soll Grundlage für eine langfristig angelegte strategische Planung sein, die über die Stadtteilgrenzen hinweg tragfähige Entwicklungsmöglichkeiten für die vier Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld, Unterneustadt und Waldau aufzeigt. Die unterschiedlichen Anforderungen der gewerblichen und wohnbaulichen Nutzung sowie Fragen der Verkehrsentwicklung sollen dabei ebenso berücksichtigt werden wie der demografische Wandel und die wichtigen Zukunftsthemen Bildung und Integration“, sagte Stadtbaurat Christof Nolda.

Nach einer Auftaktveranstaltung zum Entwicklungskonzept Kasseler Osten im Juni 2012 - einer gemeinsamen Ortsbeiratssitzung mit den Mitgliedern aller vier Ortsbeiräte der vier Stadtteile - wurde vom Kasseler Büro ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit empirica Forschung und Beratung aus Bonn bis Ende 2012 eine Analyse der aktuellen Situation und Entwicklungen im Kasseler Osten durchgeführt. Dabei sind viele bekannte und verborgene Potentiale der vier Stadtteile zusammengetragen worden.

Parallel zum Entwicklungskonzept Kasseler Osten wird derzeit für die gesamte Stadt ein Verkehrsentwicklungsplan erstellt. Dieser trägt dazu bei, die Verkehrsfragen im Entwicklungskonzept mit hoher Qualität bearbeiten zu können. Ebenfalls im gesamtstädtischen Zusammenhang wird ein Sportentwicklungsplan erarbeitet, der die Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Sportstätten herausarbeitet.

Zukunftskonferenz am 16. Februar 2013
Im Rahmen einer Zukunftskonferenz unter dem Motto „Sie sind Fachleute vor Ort – gestalten Sie mit!“ nutzten am 16. Februar 2013 in der Joseph-von-Eichendorff-Schule rund 150 interessierte Einwohnerinnen und Einwohner der vier Stadtteile die Möglichkeit, ihre Ideen, Wünsche und Zielvorstellungen in den Planungsprozess einzubringen.

Auch Akteure aus Wirtschaft, Gesundheit, Bildung, Kultur, Umwelt und Sport sowie Eigentümer von Immobilien im Kasseler Osten waren eingeladen, verschiedenste Fragestellungen miteinander zu diskutieren. Beispielsweise ging es um, wie Verkehrslärm reduziert werden kann und wie barrierefreie Wohnungen und Generationenwohnhäuser entstehen können.

„In der Zukunftskonferenz wurden Ergebnisse einer Bestandsaufnahme vorgestellt und Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern zu wichtigen Themen vor Ort sowie erste Lösungsansätze gesammelt. Die Ergebnisse fließen in das Entwicklungskonzept ein“, erläuterte Stadtbaurat Nolda. „Im Endergebnis soll das Entwicklungskonzept Kasseler Osten für alle Handlungsfelder Empfehlungen enthalten und konkrete Projekte benennen, mit deren Umsetzung die nachhaltige Gesamtentwicklung der östlichen Stadtteile erreicht werden kann."

Weitere Informationen und Kontakte:

Institution: Magistrat der Stadt Kassel - Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz-
Telefon: 0561/ 787-7056
Telefax: 0561/ 787-6115
E-Mail: stadtplanung@kassel.de

Gruppenbild mit Ortsteilvertretern und Stadtplanern; © Stadt Kassel
Gemeinsam für den Kasseler Osten (im Bild von links): Joachim Bonn (Ortsvorsteher Waldau), Joachim Schleißing (Ortsvorsteher Unterneustadt), Esther Kalveram (Stadtverordnete Forstfeld) und Enrico Schäfer (Ortsvorsteher Bettenhausen) sowie Stadtteilplanerin Annette Spielmeyer, Stadtbaurat Christof Nolda, Stadtteilplanerin Birgit Schwarze und Heinz Spangenberg (ehem. Leiter des Amtes Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz).

Veröffentlicht am:   29. 02. 2016  

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