Von großer Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Kassel ist das Thema Integration. Von den knapp 200.000 Einwohnern Kassels ist etwa jeder Dritte ein Zugewanderter, zehn Prozent sind Aussiedler, 8,9 Prozent Eingebürgerte und 12,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner haben einen ausländischen Pass.
Mit konkreten Projekten und Vorhaben soll die Integration dieser Menschen in Kassel vorangetrieben werden. Die bereits jetzt erfolgreichen Bemühungen sind auch dadurch gewürdigt worden, dass das Land die Stadt Kassel neben anderen zur hessischen Modellregion Integration ausgewählt hat.
Es ist für die Stadt wichtig, dass alle, die Zuwanderer wie die Menschen, die schon über Generationen in der nordhessischen Großstadt leben, auch tatsächlich hier ihre Heimat finden. Dazu gehört, dass die Zuwanderer ausreichend deutsche Sprachkenntnisse erwerben. Die Stadt Kassel leistet hier ihren Beitrag.
Zwei asiatische Studentinnen beim Erstsemesterempfang 2009 im RathausSo wird seit 2005 eine gezielte frühzeitige Sprachförderung als Leuchtturmprojekt im Rahmen des demografischen Wandels angeboten. Diess richtet sich an Kinder ab drei Jahren in Kindertagesstätten.
Die Stadt Kassel ist schon seit Jahrzehnten bei der Integration erfolgreich. Man kann auf eine langjährige und im Vergleich zu vielen anderen Städte geräuschlose und konfliktarme Integration zurückblicken. Die Modellregion Integration bietet da neue Chancen, vorhandene Ansätze zu vertiefen und neue Impulse zu setzen.
Als eine der ersten Städte hat die Stadt Kassel einen Ausländerbeirat eingerichtet. Auch die Kasseler Stadtverordnetenversammlung hat immer wieder mit großer Mehrheit ein Kommunalwahlrecht gefordert, das bislang nur für EU-Bürger gilt. Hier sollen auch die Menschen aus anderen Ländern an der politischen Willensbildung in der Stadt beteiligt werden.