Perspektivplan "Wohnen in der Innenstadt"

Weiterentwicklung der sieben Quartiere der Innenstadt; © Stadt Kassel Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken

Sieben Innenstadtquartiere

"Weinberg und Königstor", "Oberneustadt", "Bahnhofsquartier", "Schillerquartier", "Neue Altstadt", "Universität" und "Hangkante an der Fulda" – für insgesamt sieben Quartiere, deren Gebiete zusammen die Kasseler Innenstadt definieren, ist ein von der Universität erarbeitetes und mit der Stadt Kassel intensiv diskutiertes umfangreiches Strategiepapier vorgestellt worden.

Der Perspektivplan, eine Weiterführung und Vertiefung des 2008 entwickelten Innenstadtleitbildes, wurde im Rahmen des Leuchtturmprojektes "Wohnen und Wohnumfeld  in der Innenstadt" von Professor Wolfgang Schulze und Professor Ariane Röntz erstellt und entwirft auf dieser Grundlage eine langfristige Entwicklungsstrategie für die Kasseler Innenstadt.

 

Grafik: Veränderte Häuserfront nach der Umstrukturierung; © Stadt Kassel Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken

Charakteristik

Jedes der sieben untersuchten Quartiere hat eine spezifische Charakteristik. Entsprechend der jeweiligen Gebietsmerkmale ergeben sich unterschiedliche Nutzungsprofile, was wiederum verschiedene städtebauliche Maßnahmen erforderlich macht.

Auf diese Weise lässt sich das Wohnen in der Innenstadt für unterschiedlichste Zielgruppen wie Singlehaushalte, Familien, Alleinerziehende, der Generation 50Plus oder ältere Menschen, auch zukünftig attraktiv und lebendig gestalten.

Grafik: Varianten für Wohnraumerweiterung im Bestand, Aufdopplung, Aufstockung, vertikale Zusammenlegung; © Stadt Kassel Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken

Quartier Neue Altstadt

Ein Beispiel ist das Quartier "Neue Altstadt". In dem Gebiet zwischen Steinweg und Kurt-Wolters-Straße werden verschiedene Möglichkeiten für Umbaumaßnahmen durch die Immobilieneigentümer aufgezeigt. Damit soll der aus den 50er-Jahren stammende Wohnungsbestand gezielt aufgewertet werden.

Grafik: Veränderte Freiraumkerne nach der Umstrukturierung; © Stadt Kassel Zum Vergrößern bitte die Grafik anklicken

Privatisierung von Teilbeständen

Eine andere Strategie sieht die Privatisierung und Veräußerung von Teilbeständen der Wohnungsbaugesellschaften vor. Ziel ist, private Bauherren für den Umbau oder auch den Abriss und anschließenden Neubau von Stadthäusern zu gewinnen.

Weitere Potentiale werden in der Baulückenschließung gesehen. Solche Veränderungen im baulichen Bestand gehen einher mit Vorschlägen zur Sicherung und Aufwertung des wohnungsnahen öffentlichen und privaten Freiraumes.

Der Zeithorizont, vor dem sich die entwickelten Szenarien abspielen, wäre sicher mit vielen Jahren und Jahrzehnten zu bemessen. Um die Vorschläge real erfahrbar zu machen, wird es im Weiteren darum gehen, Maßnahmen konkret umzusetzen und zum Beispiel anspruchsvolle Sanierungs- oder Neubauprojekte durchzuführen.

Weitere Informationen


Hintergrund

Der demografische Wandel ist ein Thema, das in den vergangenen Jahren verstärkt ins Blickfeld von Politik und Öffentlichkeit gerückt ist und in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Die Stadt Kassel setzt sich bereits seit mehreren Jahren aktiv mit der Thematik auseinander und hat mit dem von Ullrich Bieker geleiteten Zukunftsbüro eine eigene Abteilung eingerichtet, um dem Thema auch dauerhaft den nötigen Stellenwert einzuräumen.. Die zentralen Ziele des Prozesses, wie zum Beispiel die Stärkung der urbanen Kultur, werden durch sogenannte Leuchtturmprojekte verfolgt.

Das Leuchtturmprojekt, für welches das Baudezernat die Verantwortung übernommen hat, trägt den Titel "Wohnen und Wohnumfeld in der Innenstadt ". Die Strategien, die zusammen mit Vertretern unterschiedlicher politischer Gremien, Interessenverbänden und Fachrichtungen innerhalb und außerhalb des Rathauses und in enger Kooperation mit dem Fachbereich Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung der Universität Kassel, entwickelt werden, dienen, wie der vorliegende Perspektivplan dazu, die Innenstadt als den Mittelpunkt städtischen Lebens und als Ort für Wohnen, Lernen, Arbeiten, Freizeit und Kultur aufzuwerten.

Kontakt

Institution: Stadt Kassel, Bauverwaltungsamt
Ansprechpartner: Markus Dehmer
E-Mail: markus.dehmer@stadt-kassel.de
Veröffentlicht am:   23. 09. 2011  


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