Aktuell:

Das Klimaschutzteilkonzept Anpassung an den Klimawandel für die Stadt Kassel liegt vor.

Ein Meilenstein zur Klimaanpassung für die Stadt Kassel ist erreicht.

Aus diesem Grund lädt Sie Stadtbaurat Nolda ein zu einer

Bürgerinformation – Anpassung an den Klimawandel

am Dienstag, den 15. August 2017 um 18:30 Uhr im Stadtteilzentrum Wesertor

Saal 1. OG, Weserstraße 26, 34125 Kassel, Tram 6; 3; 7 - Bus 26 Haltestelle Weserspitze


Klimawandel geht uns alle an - ob steigende Temperatur oder Hochwasser – extreme Wetterereignisse oder Dürreperioden, der Klimawandel beeinflusst unser Leben. Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist eine Herausforderung für uns alle – auch für die Stadt Kassel. Im Sinne einer Umweltvorsorge für ihre Einwohnerinnen und Einwohner sieht sich die Stadt Kassel hier in der Verantwortung.

Ich lade Sie ein sich über die Aktivitäten der Stadt Kassel zu informieren und mit mir und uns ins Gespräch zu kommen.

Anders als der Klimaschutz, der vor allem die Vermeidung bzw. Reduzierung des Treibhausgasausstoßes zum Thema hat (z.B. CO2-Minderung), ist der direkte Nutzen von Anpassungsmaßnahmen oftmals schwer sichtbar und messbar. Doch durch Anpassungsmaßnahmen können die Menschen in Kassel in verschiedenster Weise profitieren und vor allem an Lebensqualität gewinnen z.B. Grünflächen zur Minderung der Hitzebelastung oder renaturierte Bachläufe zur Verringerung der Hochwassergefahr. Diese Stadträume übernehmen den Rest des Jahres vielerlei Funktionen, die der Natur, dem Lebensraum und der Aufenthaltsqualität zu Gute kommen. Gleichzeitig sind Grünflächen besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Maßnahmen sind notwendig, um ihre Vitalität z.B. in langen, trockenen Sommern oder auch bei Starkregenereignissen aufrecht zu erhalten.

ZUSAMMENFASSUNG

Was gab es schon?

Das Klimaschutzteilkonzept "Anpassung an den Klimawandel" für die Stadt Kassel fußt auf detaillierten Vorkenntnissen im untersuchten Raum und auf kontinuierliche Erfahrungen im Bereich der Stadtklimatologie des Kasseler Beckens seit 1990. Zudem wurden im Rahmen des Verbund-Projektes KLIMZUG-Nordhessen (Klimaanpassungsnetzwerk für die Modellregion Nordhessen) über eine fünfjährige Laufzeit bis 2013 Klimaanpassungslösungen in einer Vielzahl von Handlungsfeldern gemeinsam entwickelt und umgesetzt. Das Teilprojekt "Auswirkungen des globalen Klimawandels auf das Stadt- und Regionalklima" beschäftigte sich intensiv mit den zukünftigen klimatischen Herausforderungen in der Region und insbesondere im Kasseler Becken als Ballungsraum mit der höchsten Einwohnerdichte. Durch diese Vorkenntnisse konnten die beiden Themenfelder Hitze und Starkregen, die für Kassel aktuell und in Zukunft die größten Herausforderungen darstellen, analysiert und bestimmt werden. Zudem haben die umfassenden Kenntnisse der klimatischen Funktionen und Wechselwirkungen im Raum Kassel es ermöglicht, dass eine umsetzungsorientierte Gesamtstrategie, die ihren Fokus auf eine angepasste und zielgerichtete Verortung der Handlungsempfehlungen zur Anpassung an den Klimawandel legt, zu entwickeln.

Was bedeutet dies für Kassel?

Ein reduzierter und auf die beiden Themenfelder Hitze und Starkregen optimierter Maßnahmenkatalog, stellt räumliche Planungsempfehlungen mit einer konkreten Raumzuordnung bereit. Denn vor allem Räume, wie das Kasseler Becken, mit einem eigenen klimatischen System an Kaltluftentstehungsgebieten bis Überwärmungsbereichen, sowie ausgeprägten Belüftungssystemen bilden die Beschränkung, dass nicht alle Maßnahmen übertragbar und pauschal anwendbar sind. Vielmehr ist es eine fachliche Aufgabe, aus dem Fundus bestehender und erprobter Maßnahmen, eine individuelle, maßgeschneiderte, nach den örtlichen Anforderungen erstellte Verortung zu erarbeiten.

Wie gehen wir in Zukunft vor?

So auch das Vorgehen des vorliegenden Klimaschutzteilkonzeptes "Anpassung an den Klimawandel" für die Stadt Kassel. Mit Hilfe einer Verfeinerung und Aktualisierung der Klimafunktionskarte konnten die klimatischen Zonen und deren Wechselwirkungen präzise dargestellt werden (gesamtstädtisch). Darauf aufbauend wurden räumliche Planungsempfehlungen, in Abstimmung der Themenfelder, im größeren Maßstab (Mikroklima oder Lokalklima der Nachbarschaft) entwickelt, bzw. deren Wirkung visualisiert. Dadurch konnte im "Kleinen" gelernte werden um diese Erkenntnisse auf das "Große" (die Gesamtstadt) zu übertragen.

Diese Gesamtstrategie mit dem dazugehörigen Maßnahmenkatalog, der auf die Kasseler Themen- und Handlungsfelder abgestimmt ist, erlaubt die bestmögliche Integration des Themas Anpassung an den Klimawandel in den Planungsalltag, aber auch in den Alltag von Verwaltung, Öffentlichkeit und Politik. Denn nur wenn die heutigen Entscheidungen und Planungen auf fundierten Bewertungen der aktuellen und zukünftigen Entwicklung aufbauen, ist eine klimaanpassungsbewusste Ausrichtung überhaupt zukunftsweisend und umsetzbar.

Im Rahmen der 2. Kassler Klimaanpassungskonferenz

Klimawandel geht uns alle an!

Aus diesem Anlass veranstalten das CliMA (Universität Kassel - Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung), das Regierungspräsidium Kassel sowie die Regionalmanagement Nordhessen GmbH am 8. Februar 2017 im Ständehaus Kassel die 2. Kasseler Klimaanpassungskonferenz – Anpassung gestalten und verwalten.

Die Stadt Kassel präsentiert sich im Zuge dieser Klimaanpassungskonferenz am "Marktplatz Kommunale Klimaanpassung" und lädt zum Besuch Ihres Standes ein. Informieren Sie sich über den Sachstand des Klimaanpassungskonzeptes für die Stadt Kassel.

Anders als der Klimaschutz, der vor allem die Vermeidung bzw. Reduzierung des Treibhausgasausstoßes zum Thema hat (z.B. CO2-Minderung), ist der direkte Nutzen von Anpassungsmaßnahmen oftmals schwer sichtbar und messbar. Doch durch Anpassungsmaßnahmen können die Menschen in Kassel in verschiedenster Weise profitieren und vor allem an Lebensqualität gewinnen: Grünflächen zur Minderung der Hitzebelastung oder renaturierte Bachläufe zur Minderung der Hochwassergefahr, übernehmen den Rest des Jahres vielerlei Funktionen, die der Natur, dem Lebensraum und der Aufenthaltsqualität zu Gute kommen. Gleichzeitig sind Grünflächen besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Maßnahmen sind notwendig, um ihre Vitalität z.B. in langen, trockenen Sommern oder auch bei Starkregenereignissen aufrecht zu erhalten.

Im Sinne einer Umweltvorsorge für ihre Einwohnerinnen und Einwohner sieht sich die Stadt Kassel hier in der Verantwortung, nach innovativen praktischen Lösungen in diesem Handlungsfeld zu suchen. Darum ist sie als Partner der Universität Kassel derzeit in zwei Forschungs-Praxis-Projekte interdisziplinär aktiv:

Die Erkenntnisse, die das Institut für Klima- und Energiekonzepte aus Lohfelden mit dem Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz (Landschaftsplanung) gewinnt fließen in ein Konzept zur Klimaanpassung für die Stadt Kassel ein.

Wie die Voraussetzungen und Möglichkeiten zur Umsetzung der gefundenen Maßnahmen verbessert werden können, darum kümmert sich ein Forschungsprojekt der Universität Kassel, CliMA - Kompetenzzentrum für Klimaschutz und Klimaanpassung.

Weiterführende Information finden Sie unter

http://www.uni-kassel.de/uni/umwelt/clima/veranstaltungen-konferenzen/klimaanpassungs-konferenz-2017.html
 

Die Stadt Kassel hat im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für zwei Klimaschutz – Teilkonzepte Förderbescheide erhalten.

 

1.       Klimaschutzteilkonzept Flächenmanagement für die Stadt Kassel

2.       Klimaschutzteilkonzept Anpassung an den  Klimawandel für die Stadt Kassel

 

Beide Klimaschutzteilkonzepte werden im Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz bearbeitet: das Teilkonzept Flächenmanagement in der Abteilung Stadtplanung, das Teilkonzept Anpassung an den Klimawandel in der Abteilung Landschaftsplanung.

Warum macht sich die Stadt Kassel auf den Weg?

Die Stadt Kassel mit ca. 200.000 Menschen ist das Zentrum der nordhessischen Region in einem Verdichtungsraum mit ca. 450.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Mit einer Ausdehnung von 106,8 km² hat die Stadt eine relativ hohe Bevölkerungs- und Bebauungsdichte von 1.807 EW/km², etwa 35% des Stadtgebietes nehmen Gebäude- und Siedlungsflächen ein.

 

Die Stadt Kassel hat in den vergangenen zwei Jahren bereits vielfältige Aktivitäten zum Klimaschutz auf der Grundlage des 2012 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen integrierten Klimaschutzkonzeptes durchgeführt.

 

Klimaschutzteilkonzept Flächenmanagement für die Stadt Kassel

 

Ausgangssituation

Die Rahmenbedingungen für das Flächenmanagement in der Stadt Kassel sind stark vom Kontext der Gesamtentwicklung im Zuge der deutschen Wiedervereinigung geprägt. Mit dem Fall der Mauer erfolgten ein erheblicher Bevölkerungszuzug und zeitgleich ein starker wirtschaftlicher Strukturwandel. In der nahe am ehemaligen Zonenrandgebiet gelegenen Stadt bauten Industrieunternehmen Kapazitäten ab und hinterließen industrielle und gewerbliche Brachflächen. Zusätzlich wurden große Flächenpotentiale durch die militärische Konversion frei. In der Folge dieser Entwicklung wurde schon in den vergangenen zwei Jahrzehnten dem Thema Flächenrecycling in der Stadt Kassel eine große Bedeutung beigemessen. Im Vordergrund standen großmaßstäbliche Flächenfreisetzungen im Bereich der Industrie und der Konversion, die erfolgreich einer neuen Nutzung durch Wohnen und/ oder Gewerbe zugeführt werden konnten. Hingegen ist heute vor allem der Bestandsumbau im kleinteilig durchmischten gewerblichen Bereich mit brachgefallenen und untergenutzten Flächen, vorrangig im privaten Eigentum, von Bedeutung.

 

Die klimatische Situation in Kassel wird durch die Talkessellage des Stadtgebietes in besonderem Maße beeinflusst. In den Jahren 2008 bis 2013 wurde im Rahmen des Verbundprojektes Klimmzug-Nordhessen und in Kooperation mit dem Zweckverband Raum Kassel (ZRK) eine Untersuchung durchgeführt, die eine inhaltliche Vertiefung und Weiterführung der bereits für das Gebiet des Zweckverbands Raum Kassel vorliegenden klimatischen Erkenntnisse darstellt. Anhand des Flächennutzungsplans wurden veränderte bauliche Nutzungen für das Jahr 2020 angenommen und Prognosen für die zukünftige Entwicklung des Klimas im Jahr 2030 berechnet. Auf dieser Ergebnisbasis wird deutlich, dass insbesondere die großen gewerblich genutzten Stadtteilgebiete zukünftig von extremer Überwärmung betroffen sein werden und hier Handlungsbedarf besteht.

 

Im September 2013 hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, ein Konzept zur Einführung der Flächenkreislaufwirtschaft zu erarbeiten. Ziel ist es, mit der Entwicklung eines Flächenmanagementsystems eine verstärkte Innenentwicklung und eine geringere Inanspruchnahme von naturbelassenen Flächen zu erzielen, um so einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen zu leisten. Der Wille der Stadt Kassel, ein Klimaschutz-Teilkonzept "Klimagerechtes Flächenmanagement" zu erstellen, geht mit dem Ziel der Bundesregierung, eine Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr zu reduzieren, insgesamt einher.

In diesem Zusammenhang beteiligt sich die Stadt Kassel auch als Fallstudienkommune am Planspiel Flächenhandel des Umweltbundesamtes.

 

Ziele und Inhalte

Ziel des vorliegenden Konzeptes ist es, auf einer zukünftig datenbasierten Grundlage die nachhaltige Flächenhaushaltspolitik in der Stadt durch maßvolle Außen- und aktive Innenentwicklung weiterführen zu können. Das vorliegende Teilkonzept "Klimagerechtes Flächenmanagement" analysiert hierfür die Rahmenbedingungen und zeigt vertiefend für gewerblich genutzte Flächen im Kassler Osten Potenziale und Handlungsmöglichkeiten auf. Insbesondere werden Vorschläge für geeignete Instrumente der gewerblichen Innenentwicklung im Rahmen einer gesamtstädtischen Strategie zur Flächenkreislaufwirtschaft vorgelegt. Dies schließt Vorschläge zum Einsatz von Förderprogrammen und zur Durchführung von Pilotmaßnahmen durch Eigentümer/Nutzer bzw. flankierende Maßnahmen von Seiten der Stadt Kassel mit ein.

Zielsetzungen und Maßnahmenvorschläge des "Integrierten Klimaschutzkonzeptes" der Stadt Kassel werden auf Grundlage der Klimafunktionskarte einbezogen und mit Blick auf die im Kassler Osten möglichen Beiträge geprüft. Hierbei sollen flächenrelevante Maßnahmen, wie der Erhalt und Ausbau von Frischluftschneisen sowie Klimaschutzmaßnahmen mit Blick auf die energetische Sanierung von Gewerbebauten einbezogen werden.

 

 

 

Klimaschutzteilkonzept Anpassung an den Klimawandel für die Stadt Kassel

Die klimatische Ausgangssituation im Ballungsraum Kassel führt aufgrund der Lage und der Kessellage häufig zu stadtklimatischen Verhältnissen, die gesundheitsbelastende Auswirkungen haben können. Durch die Lage mit den Höhen des Habichtswaldes im Westen, sowie dem Reinhardswald, Kaufunger Wald und der Söhre im Norden und Osten kommt es zu zahlreichen sog. Inversionswetterlagen, die zu einer Reduzierung des regionalen Luftaustausches führen. Folgen im Winter sind hohe Luftschadstoffwerte. In den Sommermonaten sind bei diesen Wetterlagen windschwache atmosphärische Zustände die Folge, welche von Überwärmung und Hitze geprägt sind. Vor allem die bioklimatischen Auswirkungen (Wirkung auf den Menschen) können gesundheitsgefährdende Zustände hervorrufen, da z.B. die nächtliche Abkühlung ausbleibt und somit eine Regeneration im Schlaf, vor allem bei sensitiven Menschen, nicht stattfinden kann (Stichwort Tropennächte und Hitzetage/ Wärmeinsel Stadt).

 

Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigen auf, dass sich diese Wetterlagen in Zukunft in Deutschland deutlich häufiger einstellen werden. Heruntergebrochen für den Raum Kassel bedeutet dies eine Zunahme der Hitzebelastung und eine Ausweitung der besonders gefährdeten Stadtgebiete hin zu einem bioklimatisch bedenklichen Ausmaß. Weitere Risiken wie die Zunahme von Hochwasser, Sturm und weitere extreme Wetterereignisse machen Anpassungsmaßnahmen auf kommunaler Ebene dringend erforderlich.

 

Hierbei gilt dem Erhalt der für das Klima der Stadt Kassel lebenswichtigen Frischluftschneisen und Kaltluftentstehungsgebiete besonderes Augenmerk. Auch vor dem Hintergrund weiterer Innenentwicklung. Der Schutz vorhandener Frischluftschneisen, Kaltluftentstehungsgebieten und innerörtlichen Grünzügen erfolgt in einem gestuften Verfahren: über den Regionalen Raumordnungsplan, den Flächennutzungsplan auf der Ebene des Zweckverbandes Raum Kassel, über die Landschaftsschutzverordnung, den Landschaftsplan, über die Satzung zur Festlegung der Grenzen für die im Zusammenhang bebauten Ortsteile gemäß § 34 Absatz 2 Baugesetzbuch und über die Bauleitplanung – hier genießt der Schutz der Frischluftschneisen eine hohe Priorität. Im Zuge der Klimaanpassung wird diese besondere Bedeutung für die Bewältigung der Herausforderungen wie Hitzeperioden, Hochwasser und extreme Wetterereignisse relevant.

 

Ziel koordinierter Maßnahmen für eine klimaangepasste Stadtentwicklung

Nur wenn gegenwärtig, auf Grundlage der wissenschaftlich fundierten Ergebnisse, räumliche Planung im Sinne der Anpassung an die Auswirkungen des prognostizierten Klimawandels koordiniert wird, ist eine Stadtentwicklung möglich, die auf die Veränderungen des Klimas eingehen kann. Z.B. können zukünftige Hotspots in ihrer Intensität abgemildert werden, Hochwässer in ihren Auswirkungen begrenzt werden und heutige Belastungsbereiche aufgewertet werden. Allerdings bedarf es hierzu eines gesamtstädtischen Konzeptes und einer Strategie, um mit den Auswirkungen des Klimawandels umzugehen. Hierzu bieten die Stadt Kassel und der Zweckverband Raum Kassel die besten Voraussetzungen. Auf unterschiedlichen Maßstabs- und Handlungsebenen existieren zahlreiche Gutachten und Analysen (z.B. KLIMZUG-Nordhessen) zu Klimawandel, Klimafolgen und Klimaanpassung. Der Wille der Stadt Kassel, ein Klimaschutzteilkonzept "Anpassung an den Klimawandel" zu erstellen, geht mit dem Ziel der Bundesregierung (DAS – Deutsche Anpassungsstrategie, 2008) und der Position des Deutschen Städtetages einher.

 

Synergien durch Verknüpfung der Erkenntnisse

Eine Verknüpfung der Erkenntnisse beider Klimaschutzteilkonzepte schaffen Synergien, die zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen sollen.

Um Klimawandel, auch vor dem Hintergrund weiterer Innenentwicklung, erfolgreich zu begegnen müssen Klimaschutz und Klimaanpassung zusammen funktionieren. Die Klimaanpassung ist als Querschnittsthema ein wichtiger Teil der integrierten Stadtentwicklung und braucht als interdisziplinäre Aufgabe gemeinsame Anstrengungen vieler Beteiligter.

 

Wie wollen und können wir gemeinsam gesund in dieser Stadt leben, wenn Hitzeperioden mit Tropennächten intensiver werden? Wenn Starkregenereignisse unsere Stadt in ein Überschwemmungsgebiet verwandeln? Wie wollen wir uns den Herausforderungen des Klimawandels stellen? Mit einem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Klimaschutz – Teilkonzept "Klimaanpassung" sollen nun Informationen gesammelt und die konstruktiven Ansätze zum Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels in der Stadt Kassel gefunden werden.

 

Klimaschutzteilkonzept 'Klimagerechtes Flächenmanagement Kassel'

Das Förderkennzeichen lautet: 03K00604

Laufzeit 01.01.2015 bis 31.05.2017

Ein Projekt der Stadt Kassel unter Federführung der Abteilung Stadtplanung

Mit der Erstellung des Konzeptes wurde die Projektgruppe Stadt+Entwicklung, Ferber, Graumann und Partner, Leipzig beauftragt.

 

 

Klimaschutzteilkonzept Anpassung an den Klimawandel für die Stadt Kassel

Das Förderkennzeichen lautet: 03K02190

Laufzeit 01.10.2015 bis vorr. 31.08.2017

Ein Projekt der Stadt Kassel unter Federführung der Abteilung Landschaftsplanung im Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz

Mit der Erstellung des Konzeptes wurde das Institut für Klima- und Energiekonzepte INKEK, Lohfelden beauftragt.

 

 

Beide Konzepte werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter Einbeziehung des Projektträgers (PTJ) Jülich gefördert.

 

Nationale Klimaschutzinitative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitative initiiert und fördert das Bundesministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

 

 

Luftbild Stadt Kassel; © Christiane Müller

Treppenstraße; © Umwelt- und Gartenamt Kassel

Gefördert von:

aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
 

 

 

Institution: Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz -Landschaftsplanung-
Ansprechpartnerin: Cornelia Engelhardt-Fröhlich
Telefon: 0561/787-6005
E-Mail: Cornelia.Engelhardt-Froehlich@kassel.de
Büro: K 821
Anschrift: Obere Königsstraße 8
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan

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