Baukultur Kassel


Baukultur-Serie in der "StadtZeit"

"StadtZeit" (Ausgabe Nr.70)

Das Kasseler Magazin "StadtZeit" hat sich das Thema Baukultur als Serie vorgenommen und veröffentlicht seit Dezember 2014 Gastbeiträge, die sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven nähern.

Den Auftakt machte Stadtbaurat Christoph Nolda, der in seinem Beitrag auf das Zusammenspiel der unterschiedlichen Kräfte in der Stadtgesellschaft verweist und die These vertritt, dass nur mit gegenseitigem Respekt ein überzeugendes Ganzes zu erreichen ist. Die Architekten BdA Gerhard Greiner und Alexander Reichel werben dafür, eine schöne neue Stadt entstehen zu lassen, in dem bei allen Neu- und Umbauten positive Veränderungen erzielt werden. Christoph Harney, Dipl.-Ing. Architekt, macht sich in seinem Beitrag Gedanken über die Beziehung Kassels zur umgebenden prägenden Landschaft. Der vierte Beitrag ist von den Mitgliedern des Vereins "nextkassel", der mit Bürgerinnen und Bürgern als Experten für ihre Stadt neue Wege der Beteiligung geht und darin Impulse für eine neue Baukultur sieht. Weitere Beiträge sind geplant, die wir ebenfalls an dieser Stelle veröffentlichen werden.

Die vollständigen Artikel (Quelle: "StadtZeit") finden Sie hier:


Vortrag vom 25. Februar 2016, im Evangelisches Forum Kassel:

Fassade Pforzheim; © ammon + sturm

"Einfach ist schwer"

Das Fassadenkonzept Innenstadt Pforzheim

Im Rahmen des Kasseler  Baukulturprozesses berichtete  Herr Architekt Frank Ammon, Frankfurt, über seine Arbeit am  Leitbild zur Fassadengestaltung für die Stadt Pforzheim.  Pforzheim, dass wie Kassel einen sehr großen Verlust seiner historischen Bausubstanz durch den Krieg zu verzeichnen hat und sich heute als Stadt des Wiederaufbaus darstellt, weist geschichtlich und architektonisch deutliche Parallelen zu Kassel auf. Herr Ammon berichtete darüber, dass dieses Leitbild als ein Baustein eingebettet in ein breiter angelegtes Stadterneuerungskonzept der Stadt Pforzheim ist. In einem Beteiligungsprozess, zu dem ein ganztägiger Workshop mit  Eigentümern und Anliegern zählte, wurden die Leitlinien erarbeitet, die heute von den betroffenen Eigentümern und Geschäftsinhabern mitgetragen werden. Das Fassadenkonzept ist flankiert von einer Gestalt- und Werbesatzung, so dass die rechtlichen Rahmenbedingungen als Instrumente zur Durchsetzung der Prinzipien vorhanden sind.  Der Vortrag machte besonders deutlich, dass es wichtig ist die vorhandenen Qualitäten der Wiederaufbauarchitekturen zu verdeutlichen. Deren Gestaltungskraft liegt in der Materialechtheit und Einfachheit,  die vielmals nicht erkannt und als zu schlicht missdeutet wird. Modische Accessoires wie zu dicke Vordächer, zeitgenössische Trends wie Kunststofffenster, große Werbeanlagen oder Verkleidungen überformen die Gebäude und erzeugen ein Unbehagen im Stadtbild. Die typischen Qualitäten gilt es zu erkennen, wieder freizustellen und zu stützen, so dass häufig die Wegnahme  von zu vielen Zutaten ausreicht, um das Gesamtbild eines Gebäudes oder des Stadtraumes in eine harmonische Stimmung zu bringen. Das Büro Ammon und Sturm arbeitet dabei  insbesondere mit aufwendigen Visualisierungen,  die die beabsichtigten Effekte leicht nachvollziehbar darstellen.

In der an den Vortrag anschließen Diskussion wurde einmütig festgestellt, dass die Erkenntnisse auch gut auf Kasseler Verhältnisse übertragbar wären. Vorhandene Qualitäten erkennen, sie sichtbar machen durch Aufräumen und Freistellen sind dabei wesentliche Arbeitsschritte.

Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Ammon können wir den  Vortrag an dieser Stelle zur Verfügung stellen:


Baukulturwerkstatt „Vitale Gemeinden“ am 24. und 25. April 2015 in Kassel

Ausschnitt aus Flyer

Die Bundesstiftung Baukultur war am 24. und 25. April 2015 ein weiteres Mal zu Gast in Kassel. In Kooperation mit der Stadt Kassel und weiteren Partnern fand als Auftakt einer dreiteiligen, bundesweit organisierten Veranstaltungsreihe in Kassel eine Bau-kulturwerkstatt mit dem Titel "Vitale Gemeinden" statt.

"Die Wahl der Bundesstiftung Baukultur, den Auftakt ihrer Veranstaltungsreihe in Kassel durchzuführen, würdigt das besondere Engagement unserer Kasseler Initiativen und stellt sie in den bundesweiten Kontext" berichtet Stadtbaurat Christof Nolda, der den Beteiligungsprozess zur Kasseler Baukultur im Herbst 2013 initiiert hatte. "Gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen, Organisationen und der Fachöffentlichkeit sind wir auf dem Weg, uns aktiv um eine gute Baukultur zu kümmern, nicht nur für herausragende Bau-aufgaben, sondern auch im Sinne einer Gebrauchskultur für die Lebensqualität im Alltag".

In den Baukulturwerkstätten wird gezeigt, was Baukultur zur Erhaltung und Aufwertung der Lebensqualität vor Ort beiträgt. Es wird in zwei Blöcken mit den Unterthemen "Baukultur und Identität" und "Baukultur und Zukunftsfähigkeit" diskutiert, wie baukulturelle, also planerische, gestalterische und prozessorientierte Ansätze, übertragbare Lösungen bieten. Die Baukulturwerkstätten – das zentrale Veranstaltungs-format der Bundesstiftung Baukultur – stellen Best-Practice-Projekte vor und verbinden Akteure bundesweit und vor Ort. Die Diskussionen in den Werkstätten werden durch impulsgebende Fachvorträge angeregt und durch eine Moderation begleitet. Künstlerische Interventionen, eine Projektbörse zum gegenseitigen Kennenlernen und Vernetzen sowie die LandLuft Wanderausstellung ergänzen die Baukulturwerkstätten. Die Ergebnisse der Werkstätten werden in den zweiten Baukulturbericht der Bundesstiftung einfließen, der Mitte 2016 dem Bundeskabinett und dem Parlament vorgelegt wird.

Partner für die Werkstatt sind neben der Stadt Kassel der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag, der Bund Deutscher Architekten (BDA), die Bundesarchitektenkammer (BAK), die Bundesingenieurkammer (BIngK) sowie die Landesinitiative Baukultur in Hessen.


Workshop Baukultur Kassel am 4. Juli 2014

Workshop; © Stadt Kassel

Am 4. Juli 2014 fand in den Räumen des Evangelischen Forum der Workshop "Baukultur Kassel" statt. Rund fünfzig Fachleute aus Stadt- und Landschaftsplanung, Architektur, Wohnungswirtschaft, Politik und Kultur beteiligten sich engagiert an den Diskussionen, die durch Dr. Christoph Haller, Ahnatal, moderiert wurden.

Der Workshop knüpfte an die Ergebnisse des Baukultur-Symposiums vom vergangenen Jahr an.

Es wurden prioritärere Themenfelder für den künftigen Kasseler Baukultur-Prozess in folgenden Arbeitsschritten benannt und diskutiert:

Schritt 1:     Was wollen wir?

Schritt 2:     Räumliche Schwerpunkte

Schritt 3:     Was haben wir schon?

Schritt 4:     Was fehlt?

Schritt 5:     Wie geht es weiter? 

Für die weitere Arbeit wurden aus der Liste mit den prioritären Ansätzen zunächst drei wesentliche Produkte herausgearbeitet, an deren Realisierung vordringlich gearbeitet werden soll: 

1     Charta der Baukultur / Kasseler Erklärung zur Baukultur (Arbeitstitel)

Für eine Mitwirkung an der Erarbeitung einer Baukultur-Charta für Kassel erklärten sich elf Anwesende bereit, die Gruppe ist aber selbstverständlich für weitere Interessierte offen. Die Arbeitsgruppe Charta / Kasseler Erklärung traf sich am Donnerstag, 4. September 2014. 

Interessierte wenden sich bitte an das Stadtplanungsamt unter E-Mail:  Stadtplanung@kassel.de

In diesem Treffen wurden anhand der Schweriner Charta (im Internet unter: http://www.schwerin.de/?internet_navigation_id=1337) Ziele und Bausteine einer Kasseler Erklärung zur Baukultur formuliert.

2     Baukultur-Verdachtsflächen-Kataster

Für die Mitwirkung an der Erarbeitung eines solchen Instruments (genauere Definition muss noch erfolgen) erklärten sich fünf Anwesende bereit. Die Gruppe traf sich im September 2014, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Kontakt über Holger Möller, Büro BAS Kassel, mail@bas-kassel.com

3     Internetplattform zur Vernetzung baukultureller Aktivitäten

Alle Informationen zum Baukultur-Prozess werden bis auf weiteres auf diesen Seiten der Stadt Kassel zu finden sein.

Die Dokumentation des Workshops ist hier zum Download bereit gestellt:


Hessischer Tag der Baukultur 2014

Ausschnitt aus Banner in Broschüre; © Initiative Baukultur in Hessen

Beim Hessischen "Tag der Baukultur", der am 14. Oktober 2014 im "KAZ im KUBA" in Kassel statt fand, wurde der Diskussions- und Umsetzungsstand zu den einzelnen Aktivitäten vorgestellt. Die Dokumentation und den Flyer zum Tag der Baukultur finden sie hier:


Grüne Baukultur in Kassel

Ausschnitt aus Plakat; © Stadt Kassel

Vom 20. bis 31. Oktober 2014 fand im Rathaus (Flur im 1. Obergeschoss des Hauptgebäudes vor den Sitzungssälen) eine Ausstellung zur aktuellen Landschaftsarchitektur für Kassel statt. Die Ausstellung "Grüne Baukultur" vermittelte einen Überblick über die Bandbreite nordhessischer Landschaftsarchitektur und zeigte einen eigenen Blickwinkel auf das aktuell in vielen Facetten intensiv diskutierte Thema Baukultur.

Das Plakat zur Grünen Baukultur finden Sie hier:


Fachsymposium am 6. September 2013

Fachsymposium; © Stadt Kassel

Mit einem Fachsymposium zur "Baukultur in Kassel" wurde am 6. September 2013 ein Dialogprozess initiiert, bei dem deutlich wurde, wie vielfältig die Kasseler Baukultur ist und welche Chancen sich ergeben wenn es gelingt, die "baukulturelle Atmosphäre" der Stadt stärker ins Bewusstsein der Stadt und der jeweiligen Akteure zu rücken. Es ist aber ebenso deutlich geworden, dass dies nur gelingen kann, wenn möglichst viele Akteure sich aktiv in den Dialogprozess einbringen.

Die Dokumentation des Fachsymposiums vom 6. September 2013 finden Sie hier im Download:

Hinweis:   Auf Grund der beigefügten Plakate im Anhang konnte die aufgeführte Broschüre (PDF-Datei)  nur teilweise barrierefrei erzeugt werden. Wir bitten um Ihr Verständnis. Auf Wunsch schicken wir Ihnen die Broschüre auch per Post zu. Hierfür kontaktieren Sie uns bitte unter der unten angegebenen Telefonnummer oder E-Mail Adresse.

Informationen und Kontakte:

Institution: Magistrat der Stadt Kassel - Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz-
Telefon: 0561/ 787-7056
Telefax: 0561/ 787-6115
E-Mail: stadtplanung@kassel.de
Veröffentlicht am:   23. 11. 2016  
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