Der Sieger des Architektenwettbewerbs zum Neubau der Grimm-Welt auf dem Kasseler Weinberg steht fest: Es ist das Büro Tore Pape / Pool 2 aus Kassel. Den Siegerentwurf stellten Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Stadtbaurat Christof Nolda am Donnerstag, 12. Januar, im Kulturbahnhof der Öffentlichkeit vor, nachdem am Abend zuvor ein hochrangig besetztes Preisgericht unter dem Vorsitz des Wiener Architekten Prof. András Palffy einstimmig entschieden hatte. Damit setzen sich die Kasseler Architekten gegen eine namhafte internationale Konkurrenz durch.
Ingesamt wurden 14 Entwürfe eingereicht, die eine große Bandbreite an individuellen Lösungsansätzen zeigten.
Der erste Preis leistet durch seinen präzise gesetzten Baukörper einen maßvollen Beitrag zur Bespielung des Weinbergs. Mit der Setzung des Sockels und des Gebäudes werden die Relikte der Henschelvilla integriert.
Der zweite Preis wurde im Preisgericht kontrovers diskutiert, da er die angestrebte hohe Präsenz im Stadtraum mit einer skulpturalen, treppenförmigen Gebäudefigur und mit steinerner Materialität erreicht. Die vorhandene Topografie und Parklandschaft wurden in das Gebäudekonzept integriert. Es entsteht eine kräftige, eigenwillige Gestalt, die eine unverwechselbare Adresse für das neue Museum herstellen kann.
Der dritte Preisträger schlägt zwei getrennte oberirdische Baukörper vor, die unterirdisch durch ein verbindendes Geschoss miteinander verknüpft sind. Die getrennten Baukörper öffnen die Blickachse vom Fürstengarten in die Südstadt.
| 1. Preis | Arbeit 113 |
Tore Pape/ Pool 2 Kassel |
25.000 Euro |
| 2. Preis | Arbeit 108 |
Kadawittfeldarchitektur Aachen |
18.000 Euro |
| 3. Preis | Arbeit 101 |
Wandel Hoefer Lorch Architekten Saarbrücken |
12.000 Euro |
| 1. Anerkennung | Arbeit 106 |
Oskar Leo Kaufmann / Albert Rüf ZT GmbH A-Dornbirn |
3.000 Euro |
| 2. Anerkennung | Arbeit 112 |
AFF Architekten Berlin |
2.000 Euro |
Als Preisrichter berufen waren:
Prof. Claus Anderhalten (Architekt, Berlin/Kassel), Bertram Hilgen (Oberbürgermeister), Prof. HG Merz (Architekt, Stuttgart), Christof Nolda (Baudezernent), Prof. András Palffy (Architekt, Wien), Prof. Jórunn Ragnarsdóttir (Architektin, Stuttgart), Kirsten Worms (Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Wiesbaden).