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Die Erzählstadt


Ein künstlerischer Beitrag von Edith Kramer und Prof. Rainer Diehl

Durch die Kasseler Unterneustadt gehen und Gedanken lesen können ist mittlerweile möglich.
Lesbar werden die Gedanken - Erinnerungen von Menschen, die die Zeit vor der Zerstörung im letzten Weltkrieg erlebt haben - wie in einem Buch.
In einem "Buch" allerdings, dessen Seiten Glastafeln sind, angebracht an Häuserwänden, Mauern, an der Drahtbrücke und anderen Orten.

Erzahlstadt Tafel; © Stadt Kassel - PEG Kassel

Die Erinnerungen wurden in Gesprächen mit Zeitzeugen gesammelt und lyrisch verdichtet, denn alle Erinnerung hat auch einen lyrischen Gehalt, wenn sie die in ihr mitschwingenden Gefühle in eine übergreifende Erzählung einträgt.

Die Inhalte lassen sich darauf ein, wie Menschen sich erinnern und entsprechen damit zwei Kriterien:

Sie sind geschichtlich stimmig so weit nötig und nehmen die persönlichen Prägungen mit auf. Ganz persönliche Alltagserfahrungen, wie sie für den Stadtteil typisch sind, werden ebenso wiedergegeben wie Historisches, bauliche Besonderheiten ebenso wie das Klima. Damit wird eine Geschichtenbrücke zwischen der alten und der neuen Unterneustadt hergestellt.

Veröffentlicht am:   30. 09. 2015