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Projektentwicklungsgesellschaft Kassel Unterneustadt


Die Gesellschaft

Mit Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung wurde diese Gesellschaft 1995 gegründet mit der ausschließlichen Aufgabenzuweisung, den späten Wiederaufbau der 1943 zerstörten Unterneustadt in möglichst kurzer Zeit zu realisieren. Drei Gesellschafter zeichnen verantwortlich: Die Stadt Kassel, die Landesbank Berlin und die Kasseler Sparkasse, zu je gleichen Teilen. Das Konzept, nach dem dieser Wiederaufbau vonstatten gehen sollte, war die kritische Rekonstruktion. Im durch die Stadtverordneten beschlossenen Rahmenplan wurden die Grundzüge der Wiederaufbau-Planung festgeschrieben.


Was ist dort passiert?

In der sehr kurzen Realisierungsphase von nur 5 Jahren wurden große Teile des Wiederaufbaus bewältigt. Es sollte ein Stadtteil auf historischem Grundriss entstehen, der modernen Lebens- und Arbeitsbedingungen gerecht wird. Ziel ist die Stadt der kurzen Wege zu schaffen, in der nach dem Vorbild der Stadtgründer, dicht beieinander Wohnen, Arbeiten und Versorgung angesiedelt sind. Bis zum Ende des Jahres 2000 waren nicht nur alle planerischen und planungsrechtlichen Aufgaben bewältigt, inklusive der Durchführung erforderlicher städtebaulicher und architektonischer Wettbewerbe, sondern auch die Verlagerungen der Messe/Kirmes und des Verkehrsschulgartens vollzogen sowie die gesamte technische Infrastruktur gebaut worden. Darüber hinaus konnte auch bereits die neue Fußgänger- und Radfahrerbrücke den neuen Stadtteil auf attraktive Weise mit der Innenstadt verbinden. Der Umbau der Leipziger Straße, von 6 auf 4 Spuren reduziert, verknüpft nun über den, wieder ins Stadtbild zurückgeholten, barocken Unterneustädter Kirchplatz die beiden jahrzehntelang getrennten Stadtviertel - Blücher- und Hafenviertel - miteinander. Zu diesem Zeitpunkt waren auch schon nahezu 50 Prozent des Hochbaus realisiert - nachzulesen im Architekturführer I (siehe Bibliothek). Und was nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: nach vielen Jahrzehnten Westentwicklung hat sich die Stadt mit dem Wiederaufbau des Kerns der Unterneustadt  ihrem Fluss, der Fulda, neu zugewandt und ihn mit der Fußgängerbrücke sowie der Elisabeth-Selbert-Promenade positiv erlebbar werden lassen.


und jetzt?

Seit 2001 wird die Projektentwicklungsgesellschaft von der Stadt Kassel allein getragen, wie bei der Gesellschaftsgründung vereinbart, schieden die beiden anderen Gesellschafter nach fünf Jahren planmäßig aus. Seitdem wurden kontinuierlich die noch fehlenden Straßen und Freiräume hergestellt und die noch unveräußerten Grundstücke vermarktet. Es ist beabsichtigt, die Projektentwicklungsgesellschaft Unterneustadt im Verlauf des Jahres 2012 ordnungsgemäß zu liquidieren.

Veröffentlicht am:   18. 10. 2011