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Gesundheitsamt Region Kassel warnt vor erhöhter Aids-Gefahr Vorlesen

Das Gesundheitsamt Region Kassel gibt eine Warnmeldung bezüglich einer erhöhten HIV-Infektionsgefahr für Kassel und die Region heraus. Die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, Frau Dr. Karin Müller, begründet dies mit einem alarmierenden Anstieg der Neuinfektionen in 2012. So seien im ersten Quartal 2012 dem Robert-Koch-Institut in Berlin sechs neue Fälle aus dem Postleitzahlbereich 341 gemeldet worden, hinzukommen noch einmal sechs Fälle allein aus dem Monat April. Damit sei, so die Amtsleiterin, bereits in den ersten vier Monaten des Jahres 2012 die Gesamtzahl der Meldungen aus 2011 erreicht worden. Im Jahre 2011 habe es nämlich 12 Fälle im gesamten Jahr gegeben.

In diesem Zusammenhang weist Frau Dr. Müller auch darauf hin, dass mit Rückblick auf die Jahre 2008 bis heute die Fallzahl im Postleitzahlbereich 341 langsam aber stetig zugenommen hat. So gab es 2008 drei Fälle, 2009 sieben Fälle, 2010 acht Fälle und im Jahre 2011 zwölf Fälle. Dies, so Frau Dr. Müller kann uns nicht gleichgültig lassen.

Wie die Auswertung der anonymisierten Meldebögen im Robert-Koch-Institut in Berlin ergeben hat, handele es sich mehrheitlich um Übertragungen durch homosexuelle Kontakte unter Männern. Das entbinde jedoch niemanden von der Verantwortung im Umgang mit seinem Partner/seiner Partnerin, ganz gleich, ob es sich um männliche homosexuelle Kontakte, heterosexuelle Kontakte oder lesbische Kontakte handele. "Wir brauchen nicht in Panik zu geraten" so Frau Dr. Müller, "aber wir haben allen Grund die Bevölkerung an ihre Verantwortung im Umgang mit ihren jeweiligen Sexualpartnern/innen zu erinnern. Das heißt in erster Linie und vor allem, dass mit Ausnahme treuer Zweierbeziehungen beim Sex immer ein Kondom benutzt werden sollte". Sie führt die steigenden Fallzahlen in der Region unter anderem auch darauf zurück, dass die zunehmend besseren Behandlungsmöglichkeiten für HIV-Infizierte zu einem gewissen Leichtsinn verleiten. Darüber hinaus könne speziell die junge Generation die Mitte der 80er Jahre erlebte Angst vor einer damals tödlich bedrohlichen Erkrankung wohl zum Teil nicht mehr nachvollziehen und handele deshalb unvorsichtig.

"Schützen Sie sich und Ihre/n Partner/in durch verantwortungsvollen Sex und die Benutzung von Kondomen" so der abschließende Appell der Gesundheitsamtsleiterin.



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