Aidsberatung wird in Hessen von Gesundheitsämtern und freien Trägern (Hessische Aidshilfen, AIDS-Aufklärung Frankfurt) angeboten. Die Beratung erfolgt vertraulich, anonym und kostenlos. Themen der Beratung können z.B. der HIV-Test, Infektionsrisiken, Infektionsschutz und Infektionsängste sein. Darüber hinaus informiert die Aidsberatung umfassend zur HIV-Infektion und zur Aids-Erkrankung. Die Beratung kann persönlich oder telefonisch erfolgen, Aidshilfen bieten auch E-mail- und Online-Beratung an.
Bei allen Gesundheitsämtern und bei einigen Aidshilfen ist es möglich, einen anonymen HIV-Test vornehmen zu lassen, zum Teil ist es notwendig, hierzu vorab einen Termin zu vereinbaren.
Die hessischen Aidshilfen halten darüber hinaus ein breites Beratungs- und Betreuungsangebot für Menschen mit HIV und ihre Angehörigen vor.
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Die akute HIV-Krankheit entspricht klinisch einem grippalen Infekt oder verläuft unter dem Bild ähnlich einer infektiösen Mononukleose.
Die Symptome des Immundefizits sind außerordentlich vielfältig und reichen von Infektionen durch opportunistische Erreger bis hin zu Tumoren (typischerweise z.B. das Kaposi-Sarkom) und einem Kachexie-Syndrom bei Darmbefall und multiplen neurologischen und psychologischen Veränderungen bei Befall des ZNS.
Alle HIV-infizierten Patientinnen oder Patienten sind lebenslang über Blut und ungeschützten Geschlechtsverkehr infektiös. Die infektionstüchtige Dosis muss offenbar relativ hoch liegen, da z. B. beim ungeschützten Sexualverkehr statistisch gesehen jeder 150. bis 500. Kontakt eines Infizierten zur Übertragung führt und selbst bei Nadelstichverletzungen das Risiko für die gestochene Person nur bei 0,5 % liegt.
HIV-Antikörpertest, im Einzelfall direkter Virusnachweis in spezialisierten Labors.
Eine Postinfektionsprophylaxe (PEP) sowohl nach beruflicher als auch sexueller Exposition, ebenso nach Gebrauch von HIV-kontaminierten Nadeln besteht aus der Einnahme von zwei-Reversen-Transkriptase-Inhibitoren (beispielsweise AZT plus 3TC) und einem Protease-Inhibitor (Indinavir oder Nelfinavir). Die Einnahme sollte möglichst sofort nach Exposition erfolgen. Eine gute Wirksamkeit ist zu erwarten, wenn die Prophylaxe innerhalb von 2 Stunden nach Exposition beginnt. Die Standardprophylaxe besteht aus der 4-wöchigen Einnahme von entweder Combivir 2x1 oder Retrovir 250 2x1 plus Epivir 150 2x1 plus Viracept 3x3 oder Crixivan 400 3x2.
Im Telefonbuch finden Sie die Adressen und Telefonnummern der Städtischen und Kreis-Gesundheitsämter. Die Internetseite der AIDS-Hilfe Hessen (http://www.aids-hilfe-hessen.de) hält eine Suchmaschine bereit, über die Ansprechpartner in den Gesundheitsämtern, HIV-Test-Stellen und AIDS-Hilfen in Hessen nach Postleitzahl gefunden werden können. [*]
| Institution: | Gesundheitsamt Region Kassel |
| Anschrift: |
Wilhelmshöher Allee 19-21 34117 Kassel |
| ÖPNV: | Fahrplanauskunft |
| Stadtplan: | Lage im Stadtplan |
Grundlegende Informationen zum Thema HIV/Aids finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA), z.B. auf http://www.gib-aids-keine-chance.de/ und auf der "Internetseite der Deutschen AIDS-Hilfe e.V". Auf diesen Seiten können sie auch Informationsbroschüren herunterladen oder bestellen.
Die bundesweite anonyme Beratungsangebot der Aidshilfen erreichen Sie von Mo: - Fr: 09:00 – 21:00 Uhr und Sonntag von 12:00 – 14:00 Uhr unter der Rufnummer +49 180 33 19411 (0,09 Euro./Min. aus dem dt. Festnetz, Preis aus Mobilfunknetzen können abweichen).
Das Beratungstelefon der BzGA erreichen Sie von Mo: - Do: 10:00 - 22:00 Uhr, Fr: - So: 10:00 - 18:00 Uhr unter der Rufnummer +49 1805 555 444 (0,14 Euro/Min. aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Min.)
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