Unklare Notrufmeldung führte zu einem Gefahrguteinsatz der Kasseler Berufsfeuerwehr.
Mit dem Abschluss der Einsatzstelle "Person unter Straßenbahn" (siehe letzte Pressemitteilung) rückte die Feuerwehr Kassel mit Komponenten des Gefahrgutzuges in das Güter-Verkehrs-Zentrum Kassel (GVZ) aus. In einer Lagerhalle in der Rudolf-Diesel-Straße klagten mindestens 3 Mitarbeiter über Übelkeit, Kopfschmerzen und Erbrechen. Zunächst wurden von der Leitstelle der Feuerwehr zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug entsandt. Weitere Recherchen der Leitstelle ergaben einen unbekannten Gasaustritt in einem Hallenteil. Zur Unterstützung des Rettungsdienstes und auf Grund der unklaren Lage wurden Teile des Gefahrgutzuges der Kasseler Berufsfeuerwehr zur Einsatzstelle alarmiert.
Vor Ort fanden die Feuerwehrkräfte eine elektrische Hubarbeitsbühne vor, die zuvor in der Halle betrieben, jetzt aber im Freien stand. Dieses Arbeitsgerät wird über eine fast 1000 Liter fassende Fahrzeugbatterie mit Strom versorgt. Beim Laden der Batterie entwickelten sich unkontrolliert Schwefelsäure-Dämpfe, die in die Halle zogen. Drei Mitarbeiter klagten über akute Beschwerden und wurden nach rettungsdienstlicher Versorgung in Krankenhäuser eingeliefert. Weitere rund 35 Beschäftigte wurden vor Ort registriert und an den Betriebsarzt verwiesen.
Die Feuerwehr Kassel kontrollierte die Hubarbeitsbühne und die Hallenbereiche mit einem Trupp unter Atemschutz. Messungen ergaben keine erhöhten Konzentrationen in den Hallen. Nach Lüftungsmaßnahmen über Hallentore und die Rauch- und Wärmeabzüge im Deckenbereich konnte die Einsatzstelle dem Sicherheitsbeauftragten übergeben werden.
Während der gut einstündigen Einsatzmaßnahmen wurden alle Hallenbreiche vorsorglich durch die Feuerwehr geräumt.