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Dachstuhlbrand in der Mombachstraße - 7 Menschen über Leitern gerettet Vorlesen


Kassel, 26.02.2010 -  Zu einem Dachstuhlbrand kam es am Freitag in der Mombachstraße. Die Feuerwehr rettete sechs Personen über tragbare Leitern aus dem Gebäude. Der Sachschaden wird auf 50.000 € geschätzt.

Ein Bewohner des betroffenen Hauses meldete der Feuerwehr am Freitag gegen 23:45 Uhr das Feuer in der Mombachstraße. Nachdem der Mann durch einen lauten Knall auf das Geschehen in dem Mehrfamilienhaus aufmerksam wurde und die Wohnungstür öffnete, drang dichter Rauch in seine Wohnung.
Der alarmierte Löschzug der Feuerwache 1 war nach wenigen Minuten vor Ort. Die erste Erkundung des Einsatzleiters ergab, dass beim Eintreffen der Feuerwehr bereits mehrere Personen an den Fenstern im dritten Obergeschoß standen. Aufgrund eines Zimmerbrandes waren diese akut durch die Rauchausbreitung gefährdet und konnten nicht mehr durch den Treppenraum ins Freie geführt werden.
Die erste Maßnahme der Feuerwehr konzentrierte sich auf die Menschenrettung. Hierzu setzten die Brandschützer vorrangig dreiteilige Schiebleitern ein, da das Instellungbringen von Drehleitern auf dem Innenhof nicht möglich war. So wurden auf der Rückseite des Gebäudes fünf Personen, auf der Vorderseite eine Person gerettet. Eine weitere Bewohnerin konnte über eine Drehleiter gerettet werden.
Zu diesem Zeitpunkt ließ der Einsatzleiter bereits weitere Feuerwehrkräfte zur Einsatzstelle alarmieren. Erst nach dieser personalaufwändigen Rettungsaktion und dem Eintreffen der nachgeforderten Einsatzkräfte konnte die Brandbekämpfung gezielt in Angriff genommen werden.
Zwei Trupps unter Atemschutzgeräten nahmen den ersten Innenangriff vor. Unter Vornahme von zwei C-Rohren wurde das Feuer in der Wohnung gelöscht. Ein weiteres Rohr wurde über die Drehleiter eingesetzt um das Feuer im Dachbereich abzulöschen.
Zur gleichen Zeit räumte die Feuerwehr den Rest des Gebäudes. Die 18 betroffenen Bewohner, insgesamt zählte das Wohnhaus mehr als 60 Wohneinheiten, brachte die Feuerwehr in einen bereitgestellten Bus der KVG. Dort betreute das Personal des Rettungsdienstes die Personen. Nach Abschluß der Einsatzmaßnahmen konnten diese wieder ihre Wohnungen beziehen.

Insgesamt waren im Laufe des Einsatzes 60 Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Kassel, sowie 16 Kräfte des Rettungsdienstes vor Ort. In dem 3-stündigen Einsatz wurden von den Einsatzkräften der Feuerwehr 13 Atemschutzgräte eingesetzt, zwei C-Rohre und ein Wenderohr vorgenommen, zwei Schiebleitern und eine Drehleiter in Stellung gebracht. Drei Personen wurden mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in Kasseler Krankenhäuser gebracht. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 50.000 €. Die Polizei ermittelt die Brandursache.