Der Startschuss für die Einrichtung der Medizinischen Einheiten des Bundes im Zivilschutz (Medizinische Task Forces, MTF) ist gefallen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe weiht gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel den bundesweit ersten Pilotstandort ein. Bei der Einrichtung des MTF Standortes werden symbolisch sechs Krankentransportwagen Typ B übergeben.
Die Stadt Kassel bildet zusammen mit dem Landkreis Kassel den bundesweit ersten Pilotstandort, an dem das Konzept der Medizinischen Einsatzgruppen erstmalig erprobt und umgesetzt werden soll. Der Pilotstandort dient dazu, Zusammenarbeit und Technik zu erproben und die praktischen Erfahrungen, für das dann bundesweit geltende Einsatzhandbuch zu liefern.
Die MTF ist eine Sanitätseinrichtung, die aus einzelnen Fachmodulen besteht und als Einheit eine besondere katastrophenmedizinische Lage bewältigen kann. Mit ihr können Verletzte dekontaminiert, medizinisch versorgt und transportiert werden. Sie ist in der Lage, einen Behandlungsplatz für bis zu 50 Personen einzurichten und zu betreiben. Die MTF ist ein Kernelement des neuen Ausstattungskonzepts des Bundes, das den Ausbau des Katastrophenschutzes der Länder für Sonderlagen wie CBRN-Gefahren (chemische (C), biologische (B), radiologische (R) und nukleare (N) Substanzen) oder einen Massenanfall von Verletzten vorsieht.
Insgesamt werden 61 dieser Einheiten im Bundesgebiet flächendeckend etabliert.
Kassel ist Vorreiter bei Katastrophenschutz: Karl-Heinz Krütt, Leiter der Feuerwehr Kassel, Bürgermeister und Brandschutzdezernent Jürgen Kaiser, Silvio Burlon, Leiter der Landesfeuerwehrschule (im Bild von links nach rechts).