Gründerzentrum Science Park an der Universität Kassel eröffnet

Science Park Kassel; © Sönnecken/Uni Kassel


Wichtige Impulse für die Region

Kassel hat ein neues Gründungs- und Innovationszentrum, das für die Entwicklung von Stadt und Region wichtige Impulse setzen wird. Stadt Kassel, Land Hessen und Universität Kassel haben am jetzt den Science Park Kassel auf dem Campus der Universität feierlich eröffnet. Das Haus ist bereits jetzt mit Gründerinnen und Gründern gut gefüllt.

Innenhof Science Park Kassel; © Weisserschnitt/Universität Kassel Innenhof des Science Park Kassel

Schub für den Wissenstransfer

Der Science Park unterstützt Neugründungen von der Idee bis zur Etablierung am Markt. Universität, Stadt und Land versprechen sich davon zusätzliche Impulse für die wirtschaftliche Dynamik der Stadt und einen Schub für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf über 6000 Quadratmetern bietet der Science Park Büro-, Labor- und Werkstattflächen für Ausgründungen der Uni Kassel und für Unternehmen, die die Nähe zur Hochschule sowie zu Lehre und Forschung suchen. Zur offiziellen Eröffnung ist er bereits zu rund 60 Prozent ausgelastet: 20 junge Unternehmen, gegründet von Absolventinnen und Absolventen der Uni Kassel, sind seit der Fertigstellung des Gebäudes im März eingezogen.

Zudem ist der Science Park Sitz von UniKasselTransfer, der Management School UNIKIMS, des Patentinformationszentrums (GINo mbH) sowie der Geschäftsstelle von Promotion Nordhessen.
Eigentümer des Science Parks sind zu gleichen Teilen die Stadt Kassel sowie die Universität Kassel. Die Baukosten von rund 15,6 Mio. Euro teilten sich das Land Hessen (rund 7,9 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE), die Stadt (7,0 Mio. Euro) und die Universität (0,5 Mio. Euro). Den Rest trägt die Science Park Kassel GmbH bei.

Tarek Al-Wazir, Hessischer Wirtschaftsminister, sagte zur Eröffnung: "Gründerinnen und Gründer sind unerlässlich für einen erfolgreichen Strukturwandel. Gerade Gründungen aus der Hochschule mit ihren neuen Geschäftsideen in wissens- und forschungsintensiven Bereichen haben das Potenzial, wirtschaftliche Dynamik und qualitativ hochwertige Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen Branchen zu schaffen. Außerdem gehen von ihnen oft wichtige Impulse zum Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie etwa der Energiewende aus. Das Prädikat der Gründerhochschule trägt die Universität Kassel zu Recht. Sie hat den gesetzlichen Auftrag der Hochschulen, wissensgetriebene Ausgründungen zu fördern, mit außergewöhnlichem Engagement in die Tat umgesetzt. Von einer so aktiven Hochschule profitiert die Wirtschaft der Region in erheblichem Maß. Die Unternehmen, die von Absolventen der Uni Kassel gegründet wurden, beschäftigen heute rund zehntausend Personen."

Science Park Kassel; © Sönnecken/Uni Kassel Science Park Kassel

Dynamische Entwicklung

Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen sagte: "Die wirtschaftlich dynamische Entwicklung Kassels ist auch auf die Wirkungen der Universität zurückzuführen. Der Science Park Kassel wird dies noch einmal verstärken. Durch die Förderung von Unternehmensgründungen aus der Universität heraus werden zusätzliche Arbeitsplätze entstehen."

Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel ergänzte: "Wir wollen möglichst viele hochqualifizierte Absolventen unserer Universität in Kassel halten, indem wir ihnen im Science Park optimale Voraussetzungen für eine  innovative Existenzgründung bieten. Wir sind sehr optimistisch, dass sich unsere Investitionen langfristig für die Stadt positiv auszahlen."

Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Präsident der Universität Kassel, betonte: "Die Universität Kassel ist ein Ort, an dem Kreativität und Tatkraft gefördert werden. Zugleich verstehen wir uns als eine Hochschule, die im engen Austausch mit der Gesellschaft steht und eine tragende Rolle in der Entwicklung der Stadt Kassel und der Region Nordhessen spielt. Fast alle unsere Ausgründungen, wir kennen rund 400, kooperieren mit der Universität in Forschung und Lehre. Mit dem Science Park fördern wir daher die Kooperationspartner von morgen. So ist der Science Park geradezu ein Schlüsselelement in der Entwicklung der Universität."

Uni Campus Kassel; © Stadt Kassel; Foto: Eull Campus Uni Kassel

Vernetztes Arbeiten fördern

Dr. Oliver Fromm, Geschäftsführer der Science Park Kassel GmbH, sagte: "Kassels Gründer-Community bekommt mit diesem Bau ein neues Zuhause. Die Gründerteams finden sowohl in der Infrastruktur als auch in der Beratung ein optimales Umfeld, zugleich wird der Austausch untereinander neue Ideen und vernetztes Arbeiten fördern. Man spürt, dass ein besonderer Geist in diesem Haus herrscht."

Dr. Gerold Kreuter, ebenfalls Geschäftsführer der Science Park Kassel GmbH, fügte hinzu: "Der Science Park ist bereits jetzt ein Erfolg: Es gibt genug Interessenten, um die noch freien Flächen zu vermieten. Wir werden aber bei der Auswahl der Mieter auf innovative Unternehmen achten, die einen engen Bezug zur Universität haben. Auch ist der Science Park eine sinnvolle Ergänzung zur erfolgreichen Arbeit des FiDT Technologie- und Gründerzentrums auf der Marbachshöhe, die in einer gemeinsamen Community für die innovativen Kasseler Gründer mündet."

Junge Unternehmen können sich bis zu fünf Jahre in das neue Gründerzentrum einmieten. Dort finden sie neben Büros mit flexibler Größe auch Co-Working Spaces, ein Idea Lab, Ateliers, Werkstätten, Konferenzräume und eine Lounge. Realisiert wurde der Bau durch das Stuttgarter Büro Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten. Die Bauzeit betrug rund zweieinhalb Jahre. Die Universität Kassel ist 2013 vom Bundeswirtschaftsministerium als "Exist-Gründerhochschule" ausgezeichnet worden. Sie hat knapp 24.000 Studierende (Wintersemester 2014/15).

Veröffentlicht am:   08. 02. 2017  

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