Oberbürgermeister Bertram Hilgen beim Festakt zum Stadtjubiläum:
Kassel ist eine zukunftsorientierte, lebens- und liebenswerte Stadt

Mit einem Festakt und einem Bürgerfest auf dem Daspel im Ortsteil Harleshausen ist die Stadt Kassel am Montag offiziell in das Festjahr zu ihrem 1100-jährigen Bestehen gestartet. Das Festjahr selbst werde mit seiner Fülle und Einzigartigkeit von mehr als 2000 Veranstaltungen dauerhaft sichtbare Spuren in den Annalen der Stadt hinterlassen, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen in seiner Festrede.

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Video vom Festakt

(c) Stadt Kassel; Büro 1100; Produktion: Brunnengräber

Oberbürgermeister Bertram Hilgen vor den bunten Plakaten, die für das Stadtubiläum werben; © Stadt Kassel; Foto: Soremski (Archivfoto)

Verleihung Freiherr-vom-Stein-Plakette

Ministerpräsident Volker Bouffier sagte in seiner Rede, dass Hessen zu den wohlhabendsten Regionen der Welt gehöre. Noch nie habe es in Hessen so viele Beschäftigte gegeben – was auch für Kassel gelte. Bouffier: "Es spricht Bände, dass Ihre Stadt bundesweit zu den dynamischsten Großstädten zählt".

Kassel sei aber nicht nur wirtschaftlich dynamisch, hier kommt auch "Kultur zum Strahlen". Bouffier nannte als Beispiele die alle fünf Jahre stattfindende Weltkunstausstellung documenta, aber auch den Umbau der Museumslandschaft und die Brüder-Grimm-Ausstellung in diesem Jahr anlässlich der Erstveröffentlichung der Grimm´schen Kinder- und Hausmärchen vor 200 Jahren. Hessen sei, so Bouffier, ein Kulturland von Weltformat – und "das lässt sich nirgendwo schöner zeigen als hier in Kassel".

Aus Anlass des Jubiläums überreichte der Ministerpräsident an Oberbürgermeister Bertram Hilgen stellvertretend für die Stadt Kassel die Freiherr-vom-Stein-Plakette. Die Auszeichnung wird in Hessen und Rheinland-Pfalz alle drei Jahre an Einzelpersonen für langjährige kommunalpolitische Tätigkeit verliehen oder an Städte und Gemeinden, die seit mindestens 750 Jahren bestehen.

Einer der Höhepunkte des Festaktes im Kongress Palais war die Weltpremiere des Films „Virtuos Virtuell“ von Maja Oschmann und Thomas Stellmach zur Ouvertüre der Louis-Spohr-Oper „Der Alchymist“. Thomas Bockelmann, Intendant des Kasseler Staatstheaters, hatte die Veranstaltung inszeniert, die Festreden hielten Mundart-Künstler Karl Garff, die Literatin und Perfomance-Künstlerin Nora Gomringer, Trägerin des Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2009, und der aus Kassel stammende Geo-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede.

Der Festakt war nicht nur eine Veranstaltung für offizielle, geladene Gäste. Er sollte, wie das ganze Stadtjubiläum, eine Veranstaltung sein für und mit den Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Kassel. Das Büro 1100 der Stadtverwaltung hatte daher Eintrittskarten für den Festakt verlost. Mehr als 600 Bewerbungen waren eingegangen. Um möglichst vielen Kasselern zu ermöglichen, bei dem Festakt dabei zu sein, hatten die Verantwortlichen kurzentschlossen 150 zusätzliche Stehplatzkarten bereitgestellt. Auch ehrenamtliche Helfer, die während des Festjahres etwa als Stadtteil-Botschafter oder als Projektpate tätig werden, waren eingeladen.

Stadtteil Harleshausen gewinnt Stadtwette
Bereits am Nachmittag hatten die Einwohner des Stadtteils Harleshausen den Reigen der Festbeiträge der 23 Kasseler Stadtteile begonnen. Sie hatten ein Bürgerfest auf dem Daspel organisiert und die Kasseler zu einer Wette herausgefordert: Kommen 1100 in historische Kostüme gewandete Menschen zu dem Fest? Sie kamen - und noch viele mehr.

Zum Abschluss des Festaktes am Abend im Kongress Palais traten Abordnungen aller Stadtteile mit Standarten, auf denen der Umriss des jeweiligen Stadtteils abgebildet war, auf die Bühne. Im Laufe des Festjahres werden sich alle 23 Stadtteile jeweils zwei Wochen lang mit Aktionen zum Stadtjubiläum präsentieren.


Impressionen der Veranstaltung

Für alle Fotos: (c) Stadt Kassel; Foto: H. Soremski

Veröffentlicht am:   18. 04. 2013  

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