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Kassel boomt – die Bürger profitieren und entscheiden clear

Kassel-Ortsschild; © Stadt Kassel; Foto: Weber

Dymaniksieger im Städteranking von INSM und WiWo

Kassel ist vor Leipzig und Erfurt Dynamiksieger des wissenschaftlichen Großstadt-Vergleichs der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der WirtschaftsWoche (WiWo). Unter den 50 einwohnerstärksten Städten in Deutschland hat sich keine andere im Zeitraum zwischen 2005 und 2010 am Arbeitsmarkt, bei wichtigen Sozialindikatoren sowie bei Wirtschaft und Wohlstand besser entwickelt, so die von Wissenschaftlern der IW Consult erstellte Studie.

„Kassel ist eine boomende Stadt, das unterstreicht das neueste Städteranking“ – so hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen in einer ersten Stellungnahme das Abschneiden Kassels kommentiert.

Der Großstadt-Vergleich fand bereits zum siebten Mal statt, doch noch nie belegte Kassel einen Spitzenplatz. Bei der Gesamtwertung des Städterankings erreichte Kassel Rang 8 unter den 50 größten deutschen Städten.

Hilgen, der auch Wirtschaftsdezernent ist, sagte, in Kassel gebe es qualitatives und nachhaltiges Wachstum, von dem alle Gruppen der Bevölkerung profitieren könnten. Dieses Wachstum sei sehr breit aufgestellt, es finde in vielen ganz unterschiedlichen Bereichen statt.

OB Hilgen; © Stadt Kassel; Archivbild: Soremski

OB: Erfolg ein Zusammenspiel vieler Faktoren

Besonders sichtbar sei der Boom in Kassel u.a. durch die Halbierung der Arbeitslosigkeit binnen weniger Jahre und den steilen Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen. Viele neue Jobs seien in den aufwärts strebenden Bereichen wie den Erneuerbaren Energien (z.B. SMA) und Mobilität (Mercedes-Benz-Achsenwerk, VW samt Zulieferbetrieben, Bombardier) entstanden, und mit K + S, Wintershall und Wingas hätten noch drei weitere international bedeutende Unternehmen ihre Zentralen in der nordhessischen Metropole. Dass Kassel bei den Gewerbesteuereinnahmen mit über 160 Mio. in 2010 inzwischen einen Spitzenplatz unter den Städten einnehme – pro Kopf gerechnet hat die Stadt sogar Stuttgart überholt - sei Ausweis neugewonnener Wirtschaftskraft.

 

Aber auch das Fundament für wirtschaftlichen Erfolg – ausgezeichnete Bildung mit einem günstigen Klima für Wissenschaft und Lehre – sei gegeben. Dafür stehe exemplarisch die Universität Kassel, von der viele innovative Impulse für Kassel ausgehen. Aber auch in zahlreichen Betrieben werde enorm viel für Aus- und Weiterbildung geleistet.

 

Wichtig für die wirtschaftliche Dynamik der Region sei fraglos die Qualität und weitere Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. So setzten aktuell der Bau des Regionalflughafens Kassel-Calden und der fortschreitende Lückenschluss im Autobahnnetz nach Osten weitere Potenziale frei. Die Logistikbranche, aber auch exportorientierte Betriebe fänden in Kassel beste Bedingungen vor. Auch die kommunalen und staatlichen Investitionen, wie in die Museumslandschaft, blieben nicht ohne positive Auswirkungen. Kassel punkte mit Kultur, Urbanität und Natur gleichermaßen.


Gewerbegebiet Langes Feld: Weichen stellen für Zukunft

Bei all dem müsse sich das Rathaus nicht verstecken. Die gute Entwicklung sei auch das Ergebnis städtischen Handelns der vergangenen Jahre, von Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Stadtverwaltung. „Was wir als Stadt tun können, um Kassel voranzubringen, das erledigen wir auch“, erklärte der OB.

 

Um Wachstum und Wohlstand für alle in Kassel zu gewährleisten, sei es wichtig, dass die Kommune den Unternehmen Möglichkeiten zur Ansiedlung und Weiterentwicklung offeriere. Dazu gehöre auch die Bereitstellung von Flächen. Aus diesem Grund sei das Gewerbegebiet Langes Feld so wichtig. „Denn schon heute werden für Erfolge in der Zukunft die Weichen gestellt“, sagte Oberbürgermeister Hilgen abschließend.