institut für dezentrale Energietechnologien stärkt Nordhessen

Die Universität Kassel hat gemeinsam mit vier Unternehmen der nordhessischen Wirtschaft, der Stadt Kassel sowie weiteren regionalen Partnern das Institut für dezentrale Energietechnologien, kurz: IdE, gegründet. Das Institut soll die Entwicklung regenerativer Energiesysteme deutlich voranbringen. Für die Aufbauphase bis 2015 ist ein Budget von insgesamt rund 22 Millionen Euro vorgesehen. Das Hessische Wirtschaftsministerium unterstützt seine Aktivitäten in den ersten fünf Jahren mit 2,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Am Donnerstag, 24. Februar, wurde das neue Institut öffentlich vorgestellt.

Beteiligt am IdE sind die Uni Kassel mit 50 Prozent, die Unternehmen E.ON-Mitte AG, SMA Solar Technology AG, Städtische Werke Aktiengesellschaft und die Viessmann Werke GmbH & Co. KG mit jeweils 10 Prozent sowie die Stadt Kassel und das Kompetenznetzwerk deENet mit jeweils 5 Prozent. Die Volkswagen AG hat sich bereits für eine Beteiligung am IdE entschieden, weitere Großunternehmen, wie die WINGAS GmbH sowie auch namhafte mittelständische Unternehmen haben ihr Interesse an einer Gesellschaftsbeteiligung bekundet. Die Fraunhofer Gesellschaft, die in Kassel bereits das Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) betreibt, hat ebenfalls Interesse an einer Beteiligung erklärt.

Zum Aufgabenspektrum des neuen Instituts gehören beispielsweise

  • die Durchführung anwendungsbezogener Entwicklungsprojekte,
  • die Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Produkte bis hin zum Bau von Prototypen,
  • die Durchführung von Anwendungs- und Demonstrationsprojekten in der Region
  • die Förderung der Aus- und Weiterbildung für den wissenschaftlich-technischen Nachwuchs. 

Von links: Günther Cramer, Bertram Hilgen, Dr.-Ing. Martin Hoppe-Kilpper, Dr. Guido Rijkhoek,  Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, Dieter Posch, Walter Bornscheuer, Ulrich Halfmann, Dr. Thorsten Ebert, Klaus Heber; © Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski
Foto der Pressekonferenz

Gruppenbild der in der Bildunterschrift genannten Personen; © Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski
Von links nach rechts: Klaus Heber (Leiter Entwicklung Getriebekomponenten Volkswagen AG), Walter Bornscheuer (Leiter Technologie Viessmann Werke GmbH & Co. KG), Dieter Posch (Hessischer Wirtschaftsminister), Dr.-Ing. Martin Hoppe-Kilpper (Geschäftsführer deENet e.V.), Bertram Hilgen (Oberbürgermeister), Ulrich Halfmann (Leiter Geschäftssteuerung und Unternehmensentwicklung E.ON Mitte), Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep (Präsident Universität Kassel), Günther Cramer (Vorstandssprecher SMA), Dr. Thorsten Ebert (Vorstand Städtische Werke AG)


24. Januar 2011 - Stadt will sich am Institut dezentrale Energietechnologien beteiligen

Eine Beteiligung der Stadt Kassel an dem neu zu gründenden Institut für dezentrale Energietechnologien, kurz IdE, hat am Montag, 24. Januar, der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung empfohlen.

Damit, so Oberbürgermeister Bertram Hilgen, bringe der Magistrat das Projekt maßgeblich mit auf den Weg. Entsprechend des Jahresmottos "Wissenschaftsstadt" engagiere sich die Stadt in enger Kooperation mit der Universität und führenden Wirtschaftsunternehmen für die Stärkung und den Ausbau der Technologiefelder "dezentrale Energie- und Effizienztechnologien" und damit für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Kassel und der Region.

Vorbild für das IdE könne die positive Entwicklung des ISET (Institut für solare Energieversorgungstechnik), mittlerweile Teil des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, sein, das bedeutende Impulse für die gute wirtschaftliche Entwicklung Kassels und der Region gegeben habe.

Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel meinte, für die Stadt Kassel müsse es eine Selbstverständlichkeit sein, durch ihr Engagement die Bedeutung des neu zu gründenden Anwendungszentrums zu unterstreichen. Bereits die Gründung der Science Park Kassel GmbH, deren beiden Gesellschafter die Universität und die Stadt Kassel sind, sei hier richtungsweisend gewesen.

Das IdE soll nach den Plänen der Gründungsmitglieder Ankermieter im Science Park Center Kassel werden und somit in unmittelbarer Universitätsnähe agieren können. Gesellschafter sollen nach dem bisherigen Stand die Universität Kassel, die Firma Viessmann, die Städtische Werke AG, E.ON Mitte, die Firma SMA, deENet und die Stadt Kassel werden. Auch eine Beteiligung weiterer industrieller Gesellschafter ist möglich.

Veröffentlicht am:   24. 02. 2011  


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