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Modellregion Kassel Motor für wegweisende Integrationspolitik in Hessen clear

OB Hilgen und Staatsminister Hahn vor dem Kulturzentrum; © Stadt Kassel; Foto: Harry Soremski Oberbürgermeister Bertram Hilgen (links) und Staatsminister Jörg-Uwe Hahn beim Besuch des Kulturzentrums Schlachthof e.V. An diesem Ort in der Kasseler Nordstadt entfaltet sich kulturelle Vielfalt.

"Ich freue mich sehr, dass die Stadt Kassel Anfang Oktober diesen Jahres als eine von sechs Städten und Landkreisen zur "Modellregion Integration" gewählt wurde. Sie hat auf dem Weg hierhin bereits vielfältige Anstrengungen in den letzten Jahren unternommen", sagte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn bei seinem heutigen Besuch beim Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen.

"Die Stadt Kassel fängt nicht bei Null an", betonten Minister Hahn und Oberbürgermeister Hilgen. Bereits im Jahr 1981 habe die Stadt Kassel einen Ausländerbeirat eingerichtet und mit Integrationspolitik begonnen. In den 90er Jahren wurde die Stelle eines Aussiedlerbeauftragten für die Zuwanderer aus dem ehemaligen Ostblock geschaffen. Im Jahr 2004 wurde ein Integrationskonzept beschlossen. Mit dem ersten Integrationsgipfel im Jahre 2008 wurden Zuwanderung und Integration als Chefsache beim Oberbürgermeister gebündelt.

Kassel habe frühzeitig erkannt, dass das Erlernen der deutschen Sprache ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt ist. "Deshalb beginnen wir mit der Sprachförderung bereits ab dem dritten Lebensjahr", so Oberbürgermeister Hilgen.

Minister Hahn lobte, dass die Stadt ihre Mittel für die Integrationsarbeit erhöht habe, um den Aufbau einer Bildungsregion in Kassel/Waldau, die interkulturelle Ausrichtung der Verwaltung, und den Ausbau der frühen Sprachförderung zu verbessern.

"Auch die Hessische Landesregierung hat ihre Hausaufgaben gemacht", so Herr Minister Hahn. Denn mit den Mitteln, die in das Programm "Modellregionen Integration" fließen sollen, wurde der "Etat" für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund erheblich erhöht. Für 2009 stehen insgesamt 80.000 Euro zur Verfügung, für 2010 sind rd. 1,35 Mio. Euro für dieses Programm eingeplant. Hieraus werden dann sowohl Programmkoordinatoren in den Modellregionen mit finanziert als auch Projekte mit Modellcharakter.

Der Startschuss für die Stadt Kassel fällt bereits kommende Woche mit der Durchführung eines ersten Integrationsworkshops, der zum Ziel hat, die Akteure vor Ort auf die große Aufgabe als Modellregion vorzubereiten.

Der Minister hatte kürzlich angekündigt, dass er jede Modellregion in den nächsten Monaten besuchen wolle. "Ich will jede einzelne Region bereisen, um mir ein persönliches Bild machen zu können und vor Ort Gespräche zu führen. Denn wir haben mit den Modellregionen ein Pilotprojekt zur Gestaltung der Zukunft aufgelegt, um das Ziel einer Kultur der Teilhabe und des Respekts zu entwickeln", betonte der Minister abschließend.

Die Stadt Kassel, die Hessens Integrationsminister Hahn als erste Modellregion besucht, zeigt, dass sie mit ihrer Bereitschaft "Modellregion Integration" zu sein, die Herausforderung energisch angenommen hat.