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Neuer Eintrag ins Bürgerforum

Gerrit Bräutigam schreibt zum Thema Friedrich-Ebert-Strasse - Baustelle:

Noch ein paar Worte zur Bauzeit:

Natürlich wird das für uns Anrainergeschäfte an der Friedrich-Ebert-Strasse ein Kraftakt, die Bauphase unbeschadet zu überstehen. Dazu wird viel Kampfeswille, Kreativität und Einfallsreichtum von Nöten sein. Der Umbau des Bebelplatzes gibt mir allerdings Hoffnung, das wir das ähnlich gut schaffen werden. Wir sollten uns früh genug als komplette Nutzer der Strasse zusammensetzen und uns Aktionen überlegen und was in dieser Zeit die Stadt für uns leisten kann.

Gerrit Bräutigam
Buchhandlung Bräutigam
Friedrich-Ebert-Strasse 31

21. 04. 2009
Gerrit Bräutigam schreibt zum Thema Umbau der Friedrich-Ebert-Strasse:

Als Besitzer der Buchhandlung Bräutigam in der Friedrich-Ebert-Strasse 31 möchte ich darauf aufmerksam machen, das ein Großteil der Gewerbetreibenden klar für den Umbau und die Verschönerung der Friedrich-Ebert-Strasse ist (ich spreche da auch im Namen der Aktionsgemeinschaft Friedrich-Ebert-Strasse, von denen die meisten eindeutig für den Umbau sind). Da es jedoch immer chicker ist, negativ trommeln zu können und das viele ihre positive Meinung nicht in öffentlichen Foren veröffentlichen, entsteht schnell der Eindruck von vielen Gegenstimmen. Ich hoffe, das der absolut sinnvolle Umbau zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer schnellstens in Angriff genommen wird.
Da nun das Konzept "Auto und sonst nichts" (auch für die Fussgänger macht bei solchen verdreckten und einfach kaputten Gewegen das Flanieren keinen Spass) deutlich gescheitert ist, sollte man doch alle Verkehrsteilnehmer zu gleichen Teilen berücksichtigen. Ich als Geschäftsinhaber freue mich über Kurzparkplätze für die Autofahrer, einen Radweg für die dann hoffentlich mehr hier fahrenden Fahrradfahrer und über Fussgänger, die mich beim Flanieren auf breiten Bürgersteige auf der gegenüberliegenden Seite entdecken und durch den Mittelstreifen die Möglichkeit haben, sofort die Fahrbahn zu überqueren. Jeder, der nur eine Idee der Parkplätze und sonst nichts vertritt, muss einfach den Standort ändern, denn dann ist eine Strasse mit der Struktur der Friedrich-Ebert-Strasse für denjenigen eindeutig das Falsche.

Gerrit Bräutigam
Buchhandlung Bräutigam
Friedrich-Ebert-Strasse 31

21. 04. 2009
Philip Stehr schreibt zum Thema Und wer denkt an die Kosten?:

Anscheinend hat in Kassel der Bauboom eingesetzt. Ungeachtet der Krise und sinkender Erwerbstätigkeit wird in Kassel geklotzt, ein Tunnel unter dem Hauptbahnhof muss schon sein, ein neues Stadion auch und jetzt soll die FES "verschönert werden" - bittesehr! Komisch das es als es Kassel noch wirtschaftlich gut ging niemand auf die Idee gekommen ist ein "Lichtkonzept" für Bürgersteige zu fordern. Ausgerechnet jetzt wo der Staat Billionen von Schulden macht ist man mit einer in die Jahre gekommenen Straße nicht mehr zufrieden. Meine Forderung: nur das Nötigste tun für die Instandhaltung. Der Königplatz ist das beste Beispiel, dass eine Verschönerungsaktion nur Steuergeld kostet und nicht wirklich zu einer schöneren Atmosphäre führt. Wie wäre es mit etwas mehr Bescheidenheit angesichts der Krise.

09. 04. 2009
Klaus Parzefall schreibt zum Thema Umbauplanung Friedrich-Ebert-Straße:

Umbauplanung der Friedrich-Ebert-Straße

Die Friedrich-Ebert-Straße ist in die Jahre gekommen. Umbau und Modernisierungspläne lagen schon 1978 vor. Damals ist nichts von den Planungen umgesetzt worden. Es begann das Trading down, wie die Stadtplaner sagen: vom Fachgeschäft geht der Niedergang über den Billigfilialisten zum
1Euroshop und Piercingstudio bis zum Leerstand.
Nachzulesen unter www.vorderer-westen.net/419/

Die Friedrich-Ebert-Straße gehört heute weitgehend dem Auto. Das hat aber nicht zu ökonomischem Erfolg geführt. Im Gegenteil: schneller Durchgangsverkehr nützt den Geschäften an der Straße nichts, und die Unwirtlichkeit des Straßenraums ist mit verantwortlich für den oben beschriebenen „Trading-down-Effekt“. Die Fahrbahnen sind überbreit. Eine Reduzierung der Flächen für den Kfz-Verkehr ist problemlos möglich und soll im Sinne einer attraktiven Gesamtgestaltung auch realisiert werden.

Wir wünschen uns Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer und Straßenbahnbenutzer als Kunden. Wir wollen deshalb, dass die Interessen aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden.

Von einer vierspurigen „Autobahn“ kann weder die Geschäftswelt profitieren,
noch wird es jemanden interessieren in dieses Quartier als Besucher oder gar als Bewohner zu kommen.

Parkplätze sind für die Geschäfte sehr wichtig. Wir gehen davon aus, dass die vorliegenden Umbaupläne Erfolg haben, umso mehr werden künftig Parkplätze benötigt. Die Bemühungen, mehr Kurzparkplätze zu schaffen laufen bereits.
Dies darf jedoch nicht zu Lasten anderer Straßenbenutzer ( Straßenbahn-Fahrgäste, Fußgänger und Radfahrer) gehen, und die Parkplätze müssen sich in ein attraktives Gesamtbild der Straße einfügen. Sie dürfen den Straßenraum nicht dominieren. Ein großflächiger Kundenparkplatz eines Einkaufzentrums kann nicht Vorbild für die Friedrich-Ebert-Straße sein.

Breite, baumbestandene Gehwege mit attraktiven Auslagen und Außenbewirtung sind die Grundvoraussetzung für den Erfolg einer urbanen Geschäftsstraße. Denn es sind die Fußgänger, die als Berufstätige, Bewohner und Kunden die Straße beleben. Als Geschäftsleute wollen wir dies im ureigenen Interesse . Es muß wieder Spaß machen, auf der Friedrich-Ebert-Straße zu bummeln und sich aufzuhalten.
( in der Anliegerbefragung Alleenbepflanzung mit 90%, mehr Aufenthaltsfläche mit 73,5%, breitere Gehwege mit 58,6% genannt )


Dazu gehört auch eine möglichst gute Überquerbarkeit der Straße. Dies wird durch den vorgesehenen Mittelstreifen für Fußgänger gewährleistet, der auch das Linksabbiegen ohne Behinderung der Straßenbahn ermöglicht.


Ich habe an allen Tagungen des Runden-Tisches teilgenommen.
Ich sehe in der vorgelegten Planung, die ich nachdrücklich unterstütze, eine gute Grundlage dafür, dass in der Friedrich-Ebert-Straße eine wirtschaftlich aufstrebende Zukunft gestaltet werden kann.


noch 2 weitere Punkte liegen mir am Herzen:
1. wir haben alle Angst vor der Umbauphase.
Dazu ist uns von den Ämtern schon im Vorfeld angeboten worden,
dass wir die Umbaumaßnahmen zeitlich und räumlich abstimmen können und unsere Vorstellungen einbringen können

2. Auch ohne eine Wiederbelebung der Friedrich-Ebert-Straße müssen in den nächsten ca 3 Jahren eine Reihe von Erneuerungen wie z.B. Kanalisation vorgenommen werden. Auch dann werden Anliegergebühren fällig. Ich fürchte diese Anliegergebühren werden nicht niedriger ausfallen als bei der vorliegenden Straßenerneuerung.
Ich hoffe nur, dass diese große Chance für die Straße nicht verspielt wird und die vorliegenden Umbaupläne rasch umgesetzt werden.

Kassel, 05.04.2009
Apotheker Klaus Parzefall,
Post-Apotheke Friedrich-Ebert-Straße 27,
34117 Kassel


06. 04. 2009
Becker, Stefan schreibt zum Thema Friedrich-Ebert-Straße:

Hoffentlich setzen sich die "Betonklötze" nicht durch. Bitte mehr Grün, weniger Parkplätze, mehr Boulevard und Flanieren, als Parken und Aussteigen - das hat nun wirklich keine Zukunft mehr. Wieviel unentdeckte Radfahrer würden die F.E.S benutzen und gern hier und da anhalten.

20. 03. 2009
Erbengemeinschaft Lindemann schreibt:

Erbengemeinschaft Lindemann
Eigentümer Haus Nr.51 in der Friedrich-Ebert- Straße, Kassel
Umbauarbeiten Friedrich-Ebert –Straße
Gegen eine vernünftige Sanierung und Verschönerung der Friedrich-Ebert-Straße ist generell nichts einzuwenden, doch nicht in diesem geplanten Rahmen.
Die Straßenbahnführung kann so bleiben wie sie ist ohne zusätzlichen Mittelstreifen. Die Bürgersteige können verschönert werden. Die Anzahl der Parkplätze darf auf keinen Fall vermindert werden. Ein Extra-Radweg ist nicht erforderlich.
Die Bauzeit jedes Abschnitts darf maximal 6 Monate betragen, da sonst die Ladenbesitzer ausziehen würden, weil ihnen der Kundenstamm abfließt.
Ein vernünftiger Verkehrsfluss muss erhalten bleiben; denn es bringt nichts, wenn die Autos auf den Staßenbahnschienen hinter der Straßenbahn laufend zum Halten kommen.
Auch wird die Friedrich-Ebert-Straße bei der vorgestellten Planung keinen Alleecharakter bekommen, im Gegenteil, die Kunden mit PKW werden in andere Außenbezirke abwandern, die große Parklätze anbieten.
Die gewaltigen Millionenbeträge der Umbauarbeiten, die ja auch Steuergelder sind, kann man auch sinnvoller einsetzen.
Fazit: Gegen eine vernünftige Modernisierung der Friedrich-Ebert-Straße ist nichts einzuwenden, aber nicht in dieser Größenordnung.
Erbengemeinschaft Lindemann



20. 03. 2009
Martin Lometsch schreibt zum Thema Beitrag Dr. Ulrich Kollmar:

Der Beitrag von Dr. Ulrich Kollmar (anscheinend als "Verteter" der Unterschriftensammler gegen den Umbau?) macht deutlich, dass sich einige Gewerbetreibende auf der FES doch eher auf die "Grüne Wiese" wünschen. Ich empfehle in diesem Fall den Umzug in das DEZ oder nach Hertingshausen. Hier gibt es gar keine störende Radfahrer, sehr viel Parkplätze und viel Beton und wenig Grün.
Leider scheint es die Gewerbetreibende nicht zu interessieren, dass die FES die Hauptachse durch den dicht besiedelsten Stadtteil ist. Hier wohnen (!) die meisten Menschen auf dem qm. Nahmobilität lebt von Zu Fuß gehen, vielleicht fährt Dr. Ulrich Kollmar mit dem Auto dreißig Meter zum Kiosk um die HNA zu kaufen, die Mehrheit bewegt sich in diesen Fällen jedoch zu Fuß.
Das Argument, dass derzeit wenige Radfahrer auf der FES unterwegs sind und daher kein Radweg nötig sei, ist wirklich eine Unverschämtheit. Dr. Ulrich Kollmar scheint sich nicht mit dem Rad zu bewegen, dann würde er feststellen, dass die FES für Fahrradfahrer derzeit nur eine Katastrophe ist und die Radfahrer möglicherweise derzeit - zur Schonung des eigenen Lebens - auf andere Wege ausweichen.
Die Krönung an sich ist aber, dass nun auch noch der Wegfall der Haltestelle Karthäuser Straße gefordert wird. Das zeigt, wie dumpf und allein auf Beton und Auto konzentriert hier argumentiert wird. Abgesehen davon: Wenn die Haltestelle wegfallen sollte, dann können sich doch auch Tram und PKW eine Spur teilen - oder wünschen sich die Gewerbetreibenden doch eine Straßengestaltung wir in der Frankfurter Straße oder Holländischen Straße, bei der die 50 km/h fahrende Tram dann mit 60 km/h überholt werden soll.
Das Beispiel der Landgraf-Karl-Straße erscheint mir herbeigezogen. Den Argumenten der Gewerbetreibenden folgend, stören Bäume, weil sie Parkplätze und Licht nehmen. Konsequenterweise hätte man - auch in einer Wohnstraße - die Bäume fällen müssen, die Straße verbreitern - damit an der Tram vorbeigezogen werden kann: Gott sei Dank ist dies nicht gekommen.
Für mich als Bewohner des Vorderen Westen kann ich derzeit (auch bei den Äußerungen der Buchhandlung am Bebelplatz und Dschungel als Vertreter der Einzelhändler in der örtlichen Presse) nur sagen: Ich werde vermehrt im Internet bestellen. Die Gewerbetreibenden wünschen sich weder Fußgänger, noch Radfahrer als Kunden. Und die Straßenbahn stört auch noch dazu. Dann kann ich auch online mobil sein und die FES kann als schräg beparkte, baumlose Betonwüste "aufblühen", wenn Autos und Straßenbahnen ungestört ohne Fußgänger und Radfahrer und ohne Querungshilfe und ohne Haltestelle künftig durch die FES sausen.

11. 03. 2009
Dr. Ulrich Kollmar schreibt zum Thema Friedrich Ebert Straße Planung:


Gedanken zum

Gestaltungsvorschlag Friedrich- Ebert- Straße nach den Plänen des Ing.-
Büros „ SHP Ingenieure“ vom 05.02.2009


Es ist bedauerlich, dass nicht positiv mit Wünschen zur Verbesserung begonnen werden kann, sondern, dass zuerst ein überraschend vorgelegter Plan kritisiert werden muß, für den die Vorgaben durch die Stadt teils unverständlich sind und zB bei den Parkflächen mit geschönten Zahlen gerechnet wird. Offenheit, Ehrlichkeit und Öffentlichkeit sind für den Bürger unabdingbare demokratische Voraussetzungen.


• Die Verkehrszählungen für den KFZ- Verkehr (PKW/LKW) Radfahrer,
Fußgängerbeziehungen, auch in unterschiedlichen Breichen, werden nicht veröffentlicht?
• Ist es gewollt, dass die Straßenbahn und der Individual- Verkehr
teilweise eine gemeinsame Fahrspur haben.
• Soll die Friedrich- Ebert- Straße verkehrsberuhigt werden?
• Bei wiederholten Ortsterminen (Wetter trocken) wurden so gut wie
keine Radfahrer gezählt. Der Radverkehr scheint von sehr untergeordneter Bedeutung zu sein.
• Bürgerbeteiligung warum so wenig Transparenz, die Belange der
Anlieger der Geschäftsleute sollten nicht nur gehört sondern soweit als möglich in die Planung einfließen.
• Kostenschätzung/Kostenberechnung sollten offen auch für Alternativen vorgelegt werden, wer trägt welche Kosten, Kostentransparenz herstellen, warum ein so teurer Ausbau,Terminablauf/Bauabschnitte aufzeigen.

Wer steht für eventuelle Mehrkosten ein. Auf welcher Preisbasis wurden die Kosten berechnet. Welche Sicherheiten / Unvorhergesehenes wurden einkalkuliert.
• Was sagt der Einzelhandelsverband zu der vorgelegten Planung



zur Planung in Abschnitt I:

1.
Der Mittelstreifen mit 2,00 m bis 2,75 m als Überquerungshilfe
zwischen den sich begegnenden Straßenbahnen gedacht stellt eine absolute
Verkehrsgefährdung dar.
Mutter mit Kindern und Kinderwagen, nicht nur ältere Menschen, alle sind zwischen den sich begegnenden Straßenbahnen gefährdet.
Es ist zu überlegen den Mittelstreifen entfallen zu lassen. Die
Problematik die Straße zu überqueren ist bei einer geplanten Straßenbreite von 7,00 m oder 6,50 m (im Bereich Goethestr. Und Bereich West V) sicher gegeben aber doch in einem Zug möglich. Durch Änderung des Belages, an den Stellen an denen die Fußgänger vermehrt die Straße überqueren, könnte die Aufmerksamkeit des fließenden Verkehrs für den Fußgänger erhöht werden. Das dürfte für zwei Übergangsbereiche notwendig sein, weitere Ampelanlagen wären nicht erforderlich.
(Zum Test habe ich mich mit im zum erwartenden Abstand auf die Straße gestellt. Der Straßenbahnfahrer hat fast eine Vollbremsung vollzogen! Er war wütend.)
Nur so wird gewährleistet, dass die Feuerwehr/Notdienste weiterhin frei durchfahren können.



2.

Eine weitere Überlegung ist den Baumgraben bzw. den Park- und
Ladeverkehr direkt an der Straße anzuordnen und nicht zwischen Geh-
und Radweg anzuordnen. Die Ladezone mit einer Breite von 2,00 m ist für
den LKW- Verkehr sehr knapp bemessen. Besser sind 2,30 m für diese Zone.
Oder soll der LKW- Ladeverkehr teilweise auf dem ausgewiesenen Radweg
stattfinden.

Der Radfahrweg direkt an der Straße, (ohne Abtrennung eine
Bordsteines, kein Höhenunterschied) stellt eine erhöhte Verkehrsgefährdung für den Verkehrsteilnehmer Radfahrer und für den Autofahrer dar. Bei Anordnung des Radfahrweges unmittelbar am Gehweg ergibt für die Verkehrsteilnehmer Autofahrer und Radfahrer eine größere Sicherheit.

Sollte später festgestellt werden, dass der Radverkehr abnimmt oder unnötig wird, kann leicht zugunsten der Gehwege zurückgebaut werden.

3.

Aus dem Lageplan M.1:1000 ist nicht ersichtlich in welchem Raster
die Bäume angeordnet sind. Sind bei der Festlegung der Baumstandorte
die Einfahrten berücksichtigt. Durch jeden Baum geht ein Parkplatz verloren. In den Planen sind die hohen Pfosten für die Oberleitung und Beleuchtung vergessen. Auch diese können zB durch Efeu begrünt werden. Genügen denn nicht kleine Bäume, wie zB WilliAllee oberhalb ICE Bahnhof? Dort wo wirklich Platz ist vor der alten Hauptpost, ist kein neuer Baum und kein Parkraum geplant. Vor nicht langer Zeit waren dort ca 20 Parkplätze und ein Taxistand vorhanden.

4.

Wo werden später die Müllcontainer Papiercontainer aufgestellt.
Derzeit ein Chaos.

5.

Können die Bäume nicht in den dann breiteren Gehweg, um mehr Parkplätze zu erhalten, gepflanzt werden, oder stehen dem die bestehenden Leitungen (Sparten) in den Gehwegen entgegen. In den gezeigten Beispielen (Bremen,Bonn) stehen die Bäume im Gehbereich!

6.

Problematisch erscheint, dass die Straßenbahn und der fließende
Verkehr PKW/LKW auf einer Fahrspur mit 3,50 m abgewickelt werden
soll. Der fließende Verkehr wird durch die beiden unterschiedlichen
Verkehrsarten sowie durch Ladeverkehr behindert. Alle 2,5 Minuten fährt eine Straßenbahn, das bedeutet, daß der Verkehr steht. Der Rückstau bei dem bisherigen Verkehrsaufkommen ist so groß, dass die Bahnen außerhalb der Haltestellen anhalten werden müssen.

7.

Die Überprüfung der Angaben zu den Parkplätzen, Bestand und geplant, stimmen nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten überein. Wurde der PKW Stellplatzbedarf ermittelt, einmal für die Anlieger, Wohnen sowie
Geschäft, Praxen, Büro etc. Die Stadt hat sich verpflichtet, die Parkplatzablösungen zum Bau neuer Plätze zu verwenden. In den Seitenstraßen wurden durch Pflanzung von Bäumen Parkraum beseitigt. Die Parkplatzablöseordnung fordert zB für jede Wohnung einen Platz. Das Ausweichen in die Umgebung ist nicht möglich, da dort bereits Plätze fehlen und durch die neue Planung zusätzlich beseitigt werden.

8.

Unklar und derzeit nicht nachvollziehbar ist warum die
Straßenbahnhaltestellen verlegt werden sollen. Wer trägt die Kosten für
die Verlegung der Haltestellen und die Verlegung des Gleiskörpers. Gehen
diese Kosten in die Kosten die, die Anlieger zu zahlen haben ein? Die Gleiskörper sind in Ordnung und wurden vor wenigen Jahren erneuert. Die Haltestelle „Karthäuserstr“ könnte entfallen, da der Halt Ständeplatz nur 100m entfernt und die Funktion der alten Hauptpost nicht mehr gegeben ist.

9.
Gibt es eine Straßenausbausatzung der Stadt Kassel.
Es entspricht nicht dem Zeitgeist und dem Verständnis der Bürger
eine solche Maßnahme wie die Friedrich-Ebert- Straße ohne Bürgerbeteiligung und gegen deren Einwände durchzuführen.
Wir fordern die Stadt auf, diese Maßnahme als beispielhaft für
„Bürgernahe Planung“ zu verstehen und auch umzusetzen. In Zeiten der
knappen Haushaltskassen ist es umso wichtiger gemeinsam eine sinnvolle und wirtschaftliche Lösung durchzuführen.

10.

Wünsche Forderungen und Vorschläge:

Wir brauchen keinen Prachtboulevard. Wir wollen eine Verschönerung und auch eine bessere Pflege durch die Stadt. Wir benötigen eher mehr als weniger Parkraum. Der Erfolg der Brötchentaste (die Statistik wurde bisher nicht vorgelegt) gibt uns recht. Eine Verschönerung kann kostengünstiger erfolgen (aber bitte nicht wie auf dem Bahnhofsvorplatz. Anstelle des früheren Brunnens wurde der Beton nur grün angestrichen. Trostlos!) und die Bauzeit wird erheblich verkürzt. Die Parkplätze können erweitert werden, wenn zusätzliche Räume zum Schrägparken geplant werden. Dies ist problemlos im Bereich der alten Hauptpost und FE 50 möglich. Ohne Fahrradwege könnte Schrägparken einseitig auf der gesamten Strecke erfolgen. (Auf der WilliAllee geht das doch auch). Das Ein und Ausparken behindert den fließenden Verkehr weniger, als beim Längsparken, das den Verkehr zum Stehen zwingt, und falls der Radstreifen neben der Straße bleiben soll, eine zusätzliche Gefährdung für Radfahrer und Autofahrer darstellt. Nicht nur die Läden, auch die vielen Dienstleistungsunternehmen in diesem Bereich der FEbertStr, benötigen Kurzzeitparkraum. Es sollen nur kleine Bäume, die weniger Licht wegnehmen, geplant werden. zB Pappeln sind sehr schmal.

Wir benötigen mehr Parkfläche zur Belebung der Straße. Wir wollen Besucher anlocken und nicht abschrecken und verdrängen. Wir wollen eine Alternative zur Stadtmitte sein.

Wenn noch mehr Geschäfte verschwinden, können die Anwohner im gesamten Bereich keine Lebensmittel mehr kaufen.


Anmerkungen zu den anderen Bereichen. Für mich sind die Verschlimmbesserungen nicht verständlich. Im Bereich West V wird die Fahrbahn von 10,50 m auf 6,50 m Breite für PKW und Bahn verschmälert. Der Parkstreifen wird 2,30 m (im Bereich I sind es nur 2 m). Goethestr. Fahrbahnbreite wird 6,50 m. Schrägparken 4,50 m. Ein PKWkombi ist 4,90 m lang. WAllee sind 5m vorhanden.
Wie bequem können sich zwei LKWs begegnen bei 6,50 m Fahrbahn? Wie weit stehen PKW in die Fahrbahn bei 2m Parkstreifen? zB Landgraf Karl Str. unterer Teil. Wie weit ein AnlieferLKW in die Fahrbahn bei 2m breiter Ladezone?

Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Bahnhaltestelle (Bushalt existiert) im Bereich Einmündung Olgastr. Wird nicht genannt. Dieser Bereich ist derzeit das mit größte Problem für Fahrradfahrer. Planerisch nicht gelöst. Auf den abbiegenden Bus wird keine Rücksicht genommen, der Radweg vernachlässigt und der Bereich ausbetoniert. Soll der Bereich grün angestrichen werden?

Die Parplatzsituation wird verschlechtert. Bereits für die heutigen Bewohner stehen zu wenige Plätze zur Verfügung, für die Restaurants keine, fürs Kino keine. Die Stadt sollte ein Interesse haben, dass das Finanzamt wieder belebt wird und die Ecken Querallee und Germaniastr. Aufgebaut werden. Wo ist der Parkraum? Hat schon jemand abends im Bereich Herkulesstr./Germaniastr. Einen Platz gesucht? Verdrängungswettbewerb oder Mobilität der Bewohner? Sind die Anwohner auch dann begeistert, wenn ihre ausgewiesene Anwohnerparkfäche freigegeben wird?

Ich erinnere an die Diskussion „Landgraf Karl Str.“ Dort sollten in einem Wohngebiet für eine breitere Straße die Alleebäume abgeholzt werden. Nach der Verhinderung ist jetzt die Straße 8 m breit und die Parkstreifen beiderseits je 2,50 m.

Wer die Kreuzung FES / Querallee befährt versteht wie enger Raum bedrückend auf Fußgänger Radfahrer (die wenigen) und PKW psychisch wirkt.

Kassel, den 10.3.2009


Freundliche Grüße
Dr. Ulrich Kollmar
Friedrich Ebert Straße 55








10. 03. 2009
JP schreibt zum Thema Straßenumbau:

Mal ganz ehrlich der Umbau der Friedrich-Ebert-Str ist eine der lächerlichsten Ideen die ich je gehört habe. Man steckt mitten in der Wirtschaftskrise und da gibt es nichts besseres zu tun als eine Straße neu zugestalten die es überhaupt nicht nötig hat. Außerdem würde es wieder nur Staus geben und zu extremer Unzufriedenheit unter den Bürgern führen, es werden garantiert auch mehr Autounfälle passieren.
Aber wen interresiert das sind doch nur unsere Steuern!!!!!!!!!!!!!

06. 03. 2009
Jutta Stork schreibt zum Thema Friedrich Ebert Strasse:

Ich unterstütze die Aussagen und Meinungen von Frau Reuß-Nolte voll und das als leidenschaftliche Autofahrerin! Denn auch als solche schätze ich mehr ein pralles urbanes Leben das mich dazu animiert zu Fuß zu gehen. Um der Qualität des Vorderen Westens willen müssen Autofahrer lernen mit Köpfchen zu fahren, d.h. sich gekonnt einzuordnen oder andere Wege zu suchen.

25. 03. 2009

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