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Die Stadt Kassel plant, die Friedrich-Ebert-Straße, die Goethestraße und die Germaniastraße umzugestalten. In unserem öffentlichen Forum ist Platz für Ihre persönlichen Anregungen oder Ideen. Wir freuen uns über jede Nachricht!

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Neuer Eintrag ins Bürgerforum

Henrik Kraff schreibt zum Thema Umbau Friedrich Ebert, Goethe ... Straße ohne Gesamtkonzept:

Was ich mir als Radfahrer oder Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln wünschte wäre, auf einer eigenen Spur schneller voran zu kommen.

Besonders Radfahrer haben es in Kassel nicht leicht und fahren daher oft illegal auf den Gehwegen, werden von schlechten Wegstrecken und inkonsequenter Wegführung eingebremst.

Auch die öffentlichen Verkehsmittel sind viel zu langsam, um eine wirkliche alternative zum Auto darzustellen. Zu oft werden sie an Kreuzungen angehalten und habe so auf vielen Streckenabsschnitten mehr als einen Stop zwischen den Haltestellen.

Um die Situation zu verbessern hilft meiner Meinung nach nur ein Gesamtkonzept. Optimal wäre es, die Bahnen unterhalb der Straßenebene fahren zu lassen und den so frei werdenden Raum Bussen und Radfahrern zu übergeben. Es würden dabei whrscheinlich noch nicht einmal Parkplätze geopfert. Nachteil ist natürlich der deutlich höhere Aufwand, der sich auch in den Kosten ausdrückt. Aber Konzeptionslosigkeit kommt am Ende noch teuerer und kostet die Anwohner noch mehr Nervenkostüm, weil öfter umgebaut wird. Mein Rat daher: Abwarten und sparen, so dass ein Gesamntkonzept realisierbar wird.

14. 01. 2010
Peter Gratzer schreibt zum Thema Leider der reine Luxus:

Den Planern und auch vielen hochengagierten Mitbürgern muss man bescheinigen, dass in den Vorüberlegungen viel intellektueller und gestalterischer Aufwand steckt. Dementsprechend sehen auch die Entwürfe ausgesprochen gut aus.

Gleichwohl fällt auf, dass die Planungen voller Wünsche und Hoffnungen stecken.
Die Wünsche der Bürger nach Grün, nach Flair, nach Flannieren usw., die
Hoffnungen der Planer, dass die erhofften Effekte nach dem Umbau auch eintreten mögen, sind geradezu die tragenden Motive der Planung.

Wünsche und Hoffnungen sind aber das genaue Gegenteil von Rationalität, und die erwartet man doch eigentlich von Fachleuten.
Anders gesagt: an keiner Stelle der Planung wird belegt, dass die erwarteten Effekte des Umbaus auch mit einer einigermaßen hohen Wahrscheinlichkeit eintreten werden.
Jeder Geschäftsmann müsste sich jetzt sagen: da die gewünschten Effekte völlig hypothetisch sind, lasse ich besser alles beim alten.

Nun könnte man sagen: probieren wirs halt, die Pläne sehen gut aus. Außerdem ist ja viel Wünschenswertes dabei.

Ich hätte nichts gegen einen Versuch mit offenem Ende, wenn die Kassen voll wären. Aber sie sind es nicht. Die Stadt ist fast pleite, das Land übrigens auch, das den Hauptzuschuss gibt.
Und somit ist der Umbau reiner Luxus, den man sich nur bei vollen Kassen leisten sollte.



19. 11. 2009
Thomas Stetz schreibt zum Thema Umbau? Ja, bitte!:

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kassel,

seit einiger Zeit schon verfolge ich die Diskussion um den Aus- und Umbau der FES mit großem Interesse. Ich selbst bin (Neu)Bürger dieser Stadt und freue mich über die Möglichkeit, an der zukünftigen Gestaltung meines von mir selbst gewählten Umfelds aktiv mitzuwirken. An dieser Stelle möchte ich mich für die Einrichtung dieses Forums herzlich bedanken. Vielleicht zu Beginn ein kurzes Statement zur allgemeinen Außenwirkung unserer Stadt. Der Ruf der Stadt Kassel im In- und Ausland (wenn man sie dort überhaupt kennt) ist gelinde gesagt nicht der Beste. Dies hängt u. a. viel mit der Stadtplanungsgeschichte nach dem 2. Weltkrieg zusammen (in ausländischen Reiseführern gerne unter dem Stichwort „Architectural Crime“ geführt), die, wie ich jeden Tag aufs Neue erleben kann, vor allem durch ihre autofreundliche Infrastruktur auffällt. Sehr zu Lasten des Stadtbildes, wie man vorbehaltlos feststellen muss. Kritiker des Umbaus argumentieren gerne mit den hohen Baukosten und verweisen dabei auf die wirtschaftlich schweren Zeiten und den bevorstehenden Einschränkungen für den Autoverkehr. In meinen Augen, eine sehr kurzfristige und durchaus widersprüchliche Denkweise. Meine Meinung ist, dass ein krampfhaftes Festhalten am Status Quo auf lange Sicht keine Entlastung der öffentlichen Kassen bringt, sondern im Gegenteil, schnell zu höheren, akkumulierten Ausgaben führen kann. Bitte bedenken sie, dass eine flickenhafte Erneuerung der FES in den nächsten Jahren unumgänglich sein wird, möchte man diese weiterhin mit seinem Auto befahren können. Die Vergabe und Durchführung vieler kleiner Aufträge (statt einem großen) wird auf längere Zeit den Stadtverkehr negativ beeinflussen als ein Komplettumbau und der hohe Fixkostenanteil, wie er für Kleinaufträge typisch ist, zu nicht unerheblichen Kosten führen. Die FES in ihrem jetzigen Zustand ist für Fußgänger eine Zumutung. Der Wechsel der Straßenseiten gefährlich. Aber gerade die Fußgänger sind es, die ihr Geld in die Geschäfte tragen, wenn die Schaufensterauslage sie überzeugt. Bleiben diese aus, kann sich das für die ansässigen Geschäfte schnell zu einer Existenz bedrohenden Lage entwickeln. Ein Rückgang der Gewinne bedeutet aber auch ein Rückgang an Gewerbesteuereinnahmen und damit indirekte Kosten für die Stadt Kassel. Einziehende Billigläden verschandeln das Stadtbild und wer es sich leisten kann, wird wegziehen. Die Folge: Wohnungsleerstand und weitere Einnahmerückgänge, wie man bereits feststellen kann. Bitte vergessen sie auch die nicht unerhebliche Anzahl an Touristen, die Kassel jährlich besuchen (Schloss Willhelmshöhe und dem Bergpark sei Dank). Viele von ihnen besuchen Kassel nur als eine von vielen Stationen auf einer Rundreise durch die Region oder Deutschland. Eine moderne Flaniermeile mit genügend Erholungsmöglichkeiten lädt zum Verweilen ein und animiert zum Kauf. Jeder von uns weiss, dass im Urlaub der Geldbeutel gerne etwas lockerer sitzt. Warum also bis Frankfurt oder Berlin warten, wenn man ggf. in Kassel viel entspannter einkaufen kann? Zurzeit ist dies leider noch eine Wunschvorstellung. Ein weiteres Argument pro Umbau liefert die Universität Kassel. Jedes Jahr verlassen die Uni tausende, hoch qualifizierte Absolventen auf der suche nach einer neuen Heimat. Warum kehren so viele von ihnen Kassel den Rücken? Sicherlich ist es auch eine Frage von Jobangebot und Nachfrage, aber viele die die Wahl zwischen verschiedenen Alternativen haben werden gehen. Der Grund: Kassel besitzt eben nicht das Flair und den Charme, wie hier so gerne behauptet wird, um mit vielen anderen Städten zu konkurrieren. Die ehemaligen Studenten sind es aber, die statistisch gesehen die höheren Einkommen erzielen. Geld, welches im Kreislauf der Wirtschaft dann wieder heimischen Geschäften zu Gute kommen könnte. Die Frage, ob Umbau oder nicht ist zu guter letzt auch immer eine Frage nach den eigenen Zukunftsvorstellungen. Möchte man zentralisierte, aus den Städten ausgelagerte Einkaufszentren mit Standart-Billigdiscountern nach amerikanischem Vorbild, oder möchte man die Vielfalt und das Know-how spezialisierter Fachgeschäfte erhalten? Wie diese Wahl auch ausfällt, die Zukunft des Verkehrs wird sich mit Sicherheit ändern. Weg vom Diesel oder Benziner, hin zu Elektroautos, mehr Fahrrädern und mehr öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine Stadt sollte darauf vorbereitet sein. Alles andere wäre fahrlässig.
Der Umbau der FES wird Kassel nicht von Grund auf verändern, aber es ist ein Anfang. Wir alle sollten anfangen, die heutige Zeit und die Zukunft als Chance zu begreifen, sonst laufen wir Gefahr sie zu verschlafen. Als Stadt der Brüder Grimm, kann sich Kassel seinen Dornröschenschlaf nicht länger leisten.

Liebe Grüße,
Thomas Stetz


17. 07. 2009
Philip Stehr schreibt zum Thema Vernunft?:

Noch ein Wort zu den Kosten: die Stadt Kassel möchte es sich leisten mit einem Riesenaufwand funktionstüchtige Straßenbahnschienen um wenige Zentimeter auseinanderzuschieben zugunsten eines Mittelstreifen. Ich glaube den Leuten ist nicht bewusst, dass die Folgen der Weltwirtschaftskrise Kassel besonders hart treffen werden. Kassel hat auch in viel besseren wirtschaftlichen Zeiten bei der Infrastruktur gespart. Ist es sinnvoll ausgerechnet jetzt anzufangen das zu ändern und Millionen auszugeben, um ein paar Schienen auseinanderzurücken? Teilweise sind die Schienen bereits in einem neuwertigen Zustand. Als Anwohner würde ich mir das nicht bieten lassen.

05. 05. 2009
Philip Stehr schreibt zum Thema Flair:

Flair hat der Vordere Westen doch schon sehr, die Kneipen an der Haltestelle Annastraße sind heißgeliebt. Ich befürchte eher, dass Flair durch eine sogenannte Verschönerungsaktion verloren geht. Momentan hat die FES ihren eigenen Charme, gerade weil sie rauh und in die Jahre gekommen ist. Wenn sie übertieben modernisiert wird ist sie austauschbar, da wird sie dann aussehen wie die Königsstraße. Dort hält sich niemand länger auf als notwendig. Momentan ist der Vordere Westen so etwas wie der Prentzlauer Berg in Berlin, es geht auch ganz gut ohne "Bürgersteigbeleuchtungskonzepte".

04. 05. 2009
Joachim Sauter schreibt zum Thema Neugestaltung mit "Flair":

Die Diskussionen im Forum verfolge ich mit gespanntem Interesse, denn folgende grundsätzlichen Gedanken wurden überhaupt noch nicht klar ausgedrückt:

Welche Geschäftsmodelle haben denn in den letzten Jahren immer mehr Erfolg und welche führen in die Pleite?

Entweder kauft man heutzutage was sehr günstig ist, oder was sehr edel ist. Die Mitte, das Mittelmaß zieht keine Käufer mehr an. Dieser Trend bedeutete z. Bsp. das Aus für Karstadt bzw, Hertie. Dieses Geschäftsmodell der reinen Güter-Versorgung ohne Flair ging in den Bankrott.

Wer es günstig haben möchte, bestellt im Internet oder kauft bei entsprechenden Discountern. Wer es praktisch haben möchte fährt in den DEZ. Und was wollen die Geschäftsleute in der Friedrich-Ebertstraße? Im Mittelmaß bleiben? Nein, die Straße hat die Chance auf "Flair" bei entsprechender Umgestaltung. Die Chance muss jetzt genutzt werden ein zukunftstragendes erfolgreiches Konzept zu erhalten.
Die vielen Cafes und Kneipen können viel mehr belebend wirken, wenn Straßen-Tische und Stühle entsprechend inzeniert werden. Promenaden laden zum Bummeln ein und Fahrradwege schaffen die sichere Verbindung für Anwohner. Nur wo Flair ist, gehen Menschen gerne vorbei und kaufen ein. Sie gehen an den netten Designmöbelgeschäften vorbei und leisten sich ein teures Teil, weil sie in guter Laune vorbeiziehen, weil das Viertel vielleicht mal wieder "in" ist, weil es schick ist, hier sein Geschäft zu haben. Davon profitieren alle.

Das muss die Vision sein. Ein Viertel mit Flair, mit Einkaufsmöglichkeiten und langgezogener attraktiver gastronomischer Erholung bis in die Goethestraße hinein.

Mittelmaß ist langweilig und geschäftsschädigend. Auf Mittelmaß folgt der Ruin.

Lasst es nicht zu, dass eine ältere Generation, aus der "guten alten Zeit" der Öl- und Autoboomjahre die Zukunft des Viertels verspielt.

Eine neue Zukunft, die da heißt kleine Elektroautos, Fahrrad, und öffentliche Verkehrsmittel.

Ein neues Lebensgefühl wird wieder kommen, zu Fuß im Viertel unterwegs zu sein. Hier einzukaufen, hier sich wohl zu fühlen und damit auf alle Bürger der Stadt Attraktivität auszuüben.





27. 04. 2009
Gerrit Bräutigam schreibt zum Thema Friedrich-Ebert-Strasse - Baustelle:

Noch ein paar Worte zur Bauzeit:

Natürlich wird das für uns Anrainergeschäfte an der Friedrich-Ebert-Strasse ein Kraftakt, die Bauphase unbeschadet zu überstehen. Dazu wird viel Kampfeswille, Kreativität und Einfallsreichtum von Nöten sein. Der Umbau des Bebelplatzes gibt mir allerdings Hoffnung, das wir das ähnlich gut schaffen werden. Wir sollten uns früh genug als komplette Nutzer der Strasse zusammensetzen und uns Aktionen überlegen und was in dieser Zeit die Stadt für uns leisten kann.

Gerrit Bräutigam
Buchhandlung Bräutigam
Friedrich-Ebert-Strasse 31

21. 04. 2009
Gerrit Bräutigam schreibt zum Thema Umbau der Friedrich-Ebert-Strasse:

Als Besitzer der Buchhandlung Bräutigam in der Friedrich-Ebert-Strasse 31 möchte ich darauf aufmerksam machen, das ein Großteil der Gewerbetreibenden klar für den Umbau und die Verschönerung der Friedrich-Ebert-Strasse ist (ich spreche da auch im Namen der Aktionsgemeinschaft Friedrich-Ebert-Strasse, von denen die meisten eindeutig für den Umbau sind). Da es jedoch immer chicker ist, negativ trommeln zu können und das viele ihre positive Meinung nicht in öffentlichen Foren veröffentlichen, entsteht schnell der Eindruck von vielen Gegenstimmen. Ich hoffe, das der absolut sinnvolle Umbau zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer schnellstens in Angriff genommen wird.
Da nun das Konzept "Auto und sonst nichts" (auch für die Fussgänger macht bei solchen verdreckten und einfach kaputten Gewegen das Flanieren keinen Spass) deutlich gescheitert ist, sollte man doch alle Verkehrsteilnehmer zu gleichen Teilen berücksichtigen. Ich als Geschäftsinhaber freue mich über Kurzparkplätze für die Autofahrer, einen Radweg für die dann hoffentlich mehr hier fahrenden Fahrradfahrer und über Fussgänger, die mich beim Flanieren auf breiten Bürgersteige auf der gegenüberliegenden Seite entdecken und durch den Mittelstreifen die Möglichkeit haben, sofort die Fahrbahn zu überqueren. Jeder, der nur eine Idee der Parkplätze und sonst nichts vertritt, muss einfach den Standort ändern, denn dann ist eine Strasse mit der Struktur der Friedrich-Ebert-Strasse für denjenigen eindeutig das Falsche.

Gerrit Bräutigam
Buchhandlung Bräutigam
Friedrich-Ebert-Strasse 31

21. 04. 2009
Philip Stehr schreibt zum Thema Und wer denkt an die Kosten?:

Anscheinend hat in Kassel der Bauboom eingesetzt. Ungeachtet der Krise und sinkender Erwerbstätigkeit wird in Kassel geklotzt, ein Tunnel unter dem Hauptbahnhof muss schon sein, ein neues Stadion auch und jetzt soll die FES "verschönert werden" - bittesehr! Komisch das es als es Kassel noch wirtschaftlich gut ging niemand auf die Idee gekommen ist ein "Lichtkonzept" für Bürgersteige zu fordern. Ausgerechnet jetzt wo der Staat Billionen von Schulden macht ist man mit einer in die Jahre gekommenen Straße nicht mehr zufrieden. Meine Forderung: nur das Nötigste tun für die Instandhaltung. Der Königplatz ist das beste Beispiel, dass eine Verschönerungsaktion nur Steuergeld kostet und nicht wirklich zu einer schöneren Atmosphäre führt. Wie wäre es mit etwas mehr Bescheidenheit angesichts der Krise.

09. 04. 2009
Klaus Parzefall schreibt zum Thema Umbauplanung Friedrich-Ebert-Straße:

Umbauplanung der Friedrich-Ebert-Straße

Die Friedrich-Ebert-Straße ist in die Jahre gekommen. Umbau und Modernisierungspläne lagen schon 1978 vor. Damals ist nichts von den Planungen umgesetzt worden. Es begann das Trading down, wie die Stadtplaner sagen: vom Fachgeschäft geht der Niedergang über den Billigfilialisten zum
1Euroshop und Piercingstudio bis zum Leerstand.
Nachzulesen unter www.vorderer-westen.net/419/

Die Friedrich-Ebert-Straße gehört heute weitgehend dem Auto. Das hat aber nicht zu ökonomischem Erfolg geführt. Im Gegenteil: schneller Durchgangsverkehr nützt den Geschäften an der Straße nichts, und die Unwirtlichkeit des Straßenraums ist mit verantwortlich für den oben beschriebenen „Trading-down-Effekt“. Die Fahrbahnen sind überbreit. Eine Reduzierung der Flächen für den Kfz-Verkehr ist problemlos möglich und soll im Sinne einer attraktiven Gesamtgestaltung auch realisiert werden.

Wir wünschen uns Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer und Straßenbahnbenutzer als Kunden. Wir wollen deshalb, dass die Interessen aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden.

Von einer vierspurigen „Autobahn“ kann weder die Geschäftswelt profitieren,
noch wird es jemanden interessieren in dieses Quartier als Besucher oder gar als Bewohner zu kommen.

Parkplätze sind für die Geschäfte sehr wichtig. Wir gehen davon aus, dass die vorliegenden Umbaupläne Erfolg haben, umso mehr werden künftig Parkplätze benötigt. Die Bemühungen, mehr Kurzparkplätze zu schaffen laufen bereits.
Dies darf jedoch nicht zu Lasten anderer Straßenbenutzer ( Straßenbahn-Fahrgäste, Fußgänger und Radfahrer) gehen, und die Parkplätze müssen sich in ein attraktives Gesamtbild der Straße einfügen. Sie dürfen den Straßenraum nicht dominieren. Ein großflächiger Kundenparkplatz eines Einkaufzentrums kann nicht Vorbild für die Friedrich-Ebert-Straße sein.

Breite, baumbestandene Gehwege mit attraktiven Auslagen und Außenbewirtung sind die Grundvoraussetzung für den Erfolg einer urbanen Geschäftsstraße. Denn es sind die Fußgänger, die als Berufstätige, Bewohner und Kunden die Straße beleben. Als Geschäftsleute wollen wir dies im ureigenen Interesse . Es muß wieder Spaß machen, auf der Friedrich-Ebert-Straße zu bummeln und sich aufzuhalten.
( in der Anliegerbefragung Alleenbepflanzung mit 90%, mehr Aufenthaltsfläche mit 73,5%, breitere Gehwege mit 58,6% genannt )


Dazu gehört auch eine möglichst gute Überquerbarkeit der Straße. Dies wird durch den vorgesehenen Mittelstreifen für Fußgänger gewährleistet, der auch das Linksabbiegen ohne Behinderung der Straßenbahn ermöglicht.


Ich habe an allen Tagungen des Runden-Tisches teilgenommen.
Ich sehe in der vorgelegten Planung, die ich nachdrücklich unterstütze, eine gute Grundlage dafür, dass in der Friedrich-Ebert-Straße eine wirtschaftlich aufstrebende Zukunft gestaltet werden kann.


noch 2 weitere Punkte liegen mir am Herzen:
1. wir haben alle Angst vor der Umbauphase.
Dazu ist uns von den Ämtern schon im Vorfeld angeboten worden,
dass wir die Umbaumaßnahmen zeitlich und räumlich abstimmen können und unsere Vorstellungen einbringen können

2. Auch ohne eine Wiederbelebung der Friedrich-Ebert-Straße müssen in den nächsten ca 3 Jahren eine Reihe von Erneuerungen wie z.B. Kanalisation vorgenommen werden. Auch dann werden Anliegergebühren fällig. Ich fürchte diese Anliegergebühren werden nicht niedriger ausfallen als bei der vorliegenden Straßenerneuerung.
Ich hoffe nur, dass diese große Chance für die Straße nicht verspielt wird und die vorliegenden Umbaupläne rasch umgesetzt werden.

Kassel, 05.04.2009
Apotheker Klaus Parzefall,
Post-Apotheke Friedrich-Ebert-Straße 27,
34117 Kassel


06. 04. 2009

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