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Gesundheitsamt gibt Empfehlungen zum Schutz vor Hitze clear

Sonnenball vor rotem Himmel; © Stadt Kassel; Foto: I-Red.

Gefahr besteht vor allem für ältere und kranke Menschen

Seit kurzer Zeit zeigt sich das Wetter in Nordhessen von der sonnigen Seite. Dass dies nicht immer die bessere sein muss, davor warnt nun das Gesundheitsamt Region Kassel. Doch mit dem richtigen Verhalten, lässt sich Hitze besser ertragen: 

"Für gesunde Erwachsene, die ausreichend trinken, sind damit keine gesundheitlichen Gefahren verbunden. Anders ist es für ältere und hochbetagte Menschen, für chronisch Kranke und Pflegebedürftige, sie sollten ihre Gesundheit im Auge behalten und sich entsprechend vorsichtig verhalten", erläutert Gesundheitsamtsleiterin Dr. Karin Müller.

Mineralwasserflaschen; © Kassel Marketing GmbH

Jetzt heißt es: Ausreichend trinken!

Da durch vermehrtes Schwitzen wichtige Mineralstoffe aus dem Körper geschwemmt werden und Flüssigkeit verloren geht, kann es zu Kreislaufstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfungs- und Schwächegefühl sowie zu Muskelkrämpfen kommen.

In Extremfällen kann der Flüssigkeitsverlust zu Fieber führen, das für ältere Menschen und Kleinkinder lebensgefährlich werden kann. Um diese Gefahren zu vermeiden, rät das Gesundheitsamt, ausreichend zu trinken, dabei aber Alkohol und Koffein zu vermeiden.

Weiter wird dazu geraten, die Wohnung möglichst kühl zu halten und nur morgens und abends zu lüften, Aktivitäten im Freien ebenfalls auf die Morgen- und Abendstunden zu beschränken sowie Sonnenschutzmittel und Sonnenhüte zu benutzen.

Das Gesundheitsamt ruft die Menschen dazu auf, besonders auf ihre Mitmenschen zu achten. "Klingeln sie ruhig mal bei der netten älteren Dame nebenan, sie wird sich freuen," so Dr. Müller. Auf keinen Fall dürften Tiere, Kinder, ältere oder schwache Menschen in geparkten Autos zurückgelassen werden, auch nicht für kurze Zeit, mahnt die Amtsleiterin.

"Eine gute Methode, sich anstrengende Wege durch die Hitze zu ersparen ist, die Lieferdienste von Geschäften und Apotheken zu nutzen," fügt Dr. Müller hinzu. "Bei gesundheitlichen Problemen oder Bedenken ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich an den Hausarzt zu wenden. Der kann dann vorbeugende Maßnahmen treffen, falls nötig. Für Fragen gibt es auch unsere Telefonhotline."

Die Telefonhotline des Gesundheitsamtes ist unter der Nummer 0561/1003-1982 zu erreichen. Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Gesundheitsamtes unter gesundheitsamt-kassel.de verfügbar.