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"Regionalflugplatz Kassel-Calden ist bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor für Nordhessen" clear

Die Bedeutung eines ausgebauten Regionalflugplatzes Kassel-Calden als Wirtschafts- und Standortfaktor für die Unternehmen in Nordhessen haben der Vorstandsvorsitzende der Wintershall Holding AG, Reinier Zwitserloot, und Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen am Dienstag, 30. September 2008, bei einem gemeinsamen Pressetermin deutlich gemacht.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Wintershall-Vorstandsvorsitzender Reinier Zwitserloot während der Pressekonferenz; © Stadt Kassel; Foto: D. Schachtschneider
Bilder der Pressekonferenz

"Für die großen Gewerbesteuerzahler Kassels ist der Flugplatz wichtig" , stellte Oberbürgermeister Bertram Hilgen fest. "Zu einem attraktiven Standort für internationale Unternehmen gehört heute selbstverständlich ein Flugplatz, von dem aus die internationalen Märkte schnell und direkt erreicht werden können", erklärte Wintershall-Vorstandsvorsitzender Zwitserloot für Unternehmen, die den Flugplatz Kassel-Calden mindestens wöchentlich nutzen.

Hier die wichtigsten Momente der Konferenz im Videomitschnitt:

Hilgen und Zwitserloot wiesen darauf hin, dass sich in Zukunft die Geschäftsverbindung großer und mittelständischer Unternehmen weiter internationalisieren werden. Daher sei ein funktionsfähiger Flugplatz Kassel-Calden eine Standortsicherung für Kassel und die Region auf lange Perspektive.

OB Hilgen widersprach der Auffassung, dass auch künftig der bisherige Luftverkehr in Kassel-Calden ohne Veränderung der Start- und Landebahn abgewickelt werden könne. "In Zukunft werden verschärfte Sicherheitsbedingungen bestehen!" Notwendig sei dann eine Überrollstrecke am Ende der Start- und Landebahn, die kritische Situationen verhindern soll. Nach den Richtlinien der internationalen Zivilluftfahrtorganisation müssen alle Flugplätze innerhalb einer angemessenen Frist mit diesen Überrollstrecken ausgestattet sein. "Wenn wegen dieser Sicherheitsbedingungen die Nutzung von Kassel-Calden durch die in der Region ansässigen Unternehmen nicht mehr im bisherigen Maß möglich sein sollte, bedeutet dies nicht nur Arbeitsplatzverluste, sondern auch eine spürbare Verschlechterung für den Standort, die sich mittelfristig negativ auf das Gewerbesteueraufkommen in der Region auswirken wird."

Zusammenfassend machte Oberbürgermeister Hilgen deutlich, dass die alleinige Erhaltung der jetzigen vierzig Jahre alten Infrastruktur von Kassel-Calden weder flugbetrieblich noch finanziell sinnvoll sei. "Die bisherigen Planungsaufwendungen von über 20 Millionen Euro wären nutzlos ausgegeben, wenn der Ausbau nicht kommt." Sollte nur der derzeitige Platz erhalten werden, müssten mindestens weitere 25 Millionen investiert werden, ohne dass die schon vorhandene Beschränkungen und das Problem der Überrollstrecke gelöst wären.

Zwitserloot und Hilgen setzten sich übereinstimmend dafür ein, den Flugplatz, so wie er planfestgestellt worden ist, zu bauen und den Neubau nicht aus politischen Gründen zu stoppen.


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